Inhalt
Anwendungsorientierte systemtheoretische Grundlagen für das Verständnis komplexer Systeme: Allgemeine Systemtheorie, Kybernetik, Autopoiese, Theorien Nichtlinearer Dynamischer Systeme, Synergetik.
Bedeutung der systemtheoretischen Grundlagen für das Verständnis des Managements komplexer Systeme. Grenzen und Möglichkeiten der gezielten Beeinflussung komplexer Systeme.
Neuere komplexitätswissenschaftliche Ansätze zur Beeinflussung von Selbstorganisationsprozessen in Organisationen. Management als Anregung oder Stabilisierung von Selbstorganisationsprozessen.
Anwendungsorientierte Grundlagen der Komplexitätsforschung: Theorien Nichtlinearer Dynamischer Systeme, Synergetik, Chaostheorie, Fraktale Strukturen.
Anerkennen von Komplexität als beweisbare Lücke der Erkenntnis und eigenständiger Phänomenbereich.
Voraussetzungen für das Auftreten von Komplexität und die Eigenschaften von Komplexität.
Komplexität als Grenze der Prognostizierbarkeit, Quelle von Innovationen und als Frühwarnsystem für das Auftreten dramatischer Veränderungen in Systemen.
Praktische Inhalte: Grenzen der Vorhersagbarkeit bestimmen, Synergetisches Navigationssystem zum Management komplexer Systeme.
Lernergebnisse
Die Studierenden sind in der Lage, komplexe Systeme von einfachen, komplizierten und zufälligen Problemstellungen zu unterscheiden, Schlüsselelemente durch die Abbildung von Systemstrukturen zu identifizieren und archetypische Systemstrukturen sowie typische Verhaltensmuster zur Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten zu nutzen. Sie sind in der Lage, Veränderungen der Systemkomplexität adäquat zu deuten und linear-kausale von vernetzten Denk- und Handlungsmustern abzugrenzen.
Die Studierenden sind in der Lage, die Komplexität von Systemen sowie deren Vorhersagehorizont adressatengerecht zu kommunizieren, positive, negative und gemischte Feedbacksysteme zu unterscheiden und Veränderungen in Systemdynamiken nachvollziehbar darzustellen.
Die Studierenden sind in der Lage, positive Aspekte komplexer Systeme (z. B. Flexibilität, Innovationsfähigkeit) gegenüber negativen Aspekten (z. B. begrenzte Einflussmöglichkeiten, geringer Prognosehorizont) abzuwägen und daraus fundierte Entscheidungen abzuleiten. Sie sind in der Lage, Veränderungsprozesse in komplexen Systemen zu identifizieren, zu interpretieren und professionell zu begleiten sowie Management als Anregung oder Stabilisierung komplexer Selbstorganisationsprozesse zu verstehen.
Lehrmethode
Vorträge, Präsentation, Einzel- und Gruppenaufgaben, Selbststudium (z.B. Lesen, Recherchieren)
Prüfungsmethode
Endprüfung: Prüfungsformat (schriftlich)
Unterrichtssprache
Deutsch