29. Juni 2026

Leitfaden schafft Orientierung für kritische Einrichtungen

 

Krisen und Unsicherheiten zeigen, wie wichtig stabile kritische Einrichtungen sind. Bei der Abschluss-Fachkonferenz des KIRAS Projekts zur Unterstützung Kritischer Einrichtungen (PUKE) präsentierte das Forschungsteam einen Leitfaden zur Umsetzung künftiger Resilienzanforderungen.

Zwei Personen mit Schutzhelmen stehen vor Strommasten

Ob Naturkatastrophen, Cyberangriffe oder Stromausfälle: Die Versorgung mit Energie und Trinkwasser, Gesundheitsleistungen oder Verkehrsinfrastruktur müssen auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Das KIRAS-Projekt PUKE begleitet seit Herbst 2024 die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Resilienz kritischer Einrichtungen in Österreich. 

Modell zur Steuerung von Resilienzmaßnahmen in Unternehmen

Mit dem Modell Systemisches Resilienz-Framework für Kritische Infrastruktur, das die verschiedenen Resilienzsphären verbindet und auf aktuelle Normen einordnet, lieferte das Projekt ein erstes wichtiges Zwischenergebnis. Das Modell ermöglicht Unternehmen, ihre Resilienzmaßnahmen gezielter steuern zu können. Mitte Juni konnte das Forschungsteam im Fachbereich Risiko- und Sicherheitsmanagement das Projekt PUKE nun erfolgreich mit einer Fachkonferenz an der Hochschule Campus Wien abschließen. Rund 180 Sicherheitsverantwortliche aus potenziellen kritischen Einrichtungen und Vertreter*innen des Bundesministeriums für Inneres als Bedarfsträger nahmen daran teil.

Leitfaden für Umsetzung künftiger Anforderungen

Das Team, bestehend aus Claudia Körmer, Wolfgang Tomaschitz, Martin Langer, Mirjam Habisreutinger und Kristina Hauer präsentierte bei der Fachkonferenz als zentrales Ergebnis einen Leitfaden für kritische Einrichtungen. „Mit dem Leitfaden steht nun sektorübergreifend eine zentrale Orientierung für kritische Einrichtungen zur Verfügung, mit deren Hilfe sie ihre künftigen Verpflichtungen umsetzen können. Die Qualität des Ergebnisses ist auch die Folge der Kooperationen mit Fachleuten aus der kritischen Infrastruktur selbst“, betont Projektleiterin Claudia Körmer. Der Leitfaden kann auf der Website des Bedarfsträgers heruntergeladen werden und steht allen interessierten Einrichtungen kostenlos zur Verfügung.

Starke Beteiligung aus Wirtschaft und bestehender kritischer Infrastruktur sowohl potenzieller kritischer Einrichtungen

Zahlreiche namhafte Organisationen und Unternehmen brachten ihre Expertise in den Prozess ein, darunter Austrian Power Grid, ASFINAG, METRO, OMV, Vivatis, Wiener Linien, Wirtschaftskammer Österreich sowie die Verbund AG und die Wiener Stadtwerke Gruppe. Als Kompetenzpartner waren Protectum Solutions und Die Krisenplaner aktiv. Neben dem fachlichen Austausch stand bei der Fachkonferenz auch die Vernetzung von Vertreter*innen relevanter Behörden und Unternehmen im Mittelpunkt.

Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik