12. Januar 2026
Strom- und Wasserversorger oder Spitäler brauchen Maßnahmen für den Notfall. Mit dem Modell erreichte das KIRAS-Projekt PUKE des Fachbereichs Risiko- und Sicherheitsmanagement nun einen wichtigen Meilenstein in der Forschung zu Resilienzmaßnahmen.

Das Modell besteht aus vier Elementen und verbindet die verschiedenen Resilienzsphären miteinander.
Das Forschungsteam unter der Leitung von Claudia Körmer arbeitete seit Herbst 2024 am KIRAS-Projekt PUKE, das für die Unterstützung Kritischer Einrichtungen steht. Das Projekt begleitet die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Resilienz kritischer Einrichtungen in Österreich. Ein wichtiges Zwischenergebnis ist das Systemische Resilienz-Framework, an dem Wolfgang Tomaschitz und Martin Langer entscheidend mitgewirkt haben.
Das Framework wurde nun in einem Fachartikel im SIAK Journal veröffentlicht. Es verbindet die verschiedenen Resilienzsphären (personale, interpersonale, organisationale und gesellschaftliche) miteinander und ordnet sie in Bezug auf aktuelle Normen ein. So können Unternehmen ihre Resilienzmaßnahmen gezielt steuern. Claudia Körmer erklärt: „Resilienz ist in unserem Verständnis eine Gemeinschaftsleistung, ein Zusammenwirken unterschiedlichster Akteur*innen auf mehreren Ebenen, um auf sich ständig verändernde gefährdende Umweltbedingungen zu reagieren. Sie ist daher permanent dynamisch.“
Das Framework besteht aus vier Elementen:
Wichtiges Fazit des Modells ist, dass die Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen sowohl für die eigene Bewertung im Resilienzplan als auch für die Einstufung durch die Behörde nach dem RKE-Gesetz berücksichtigt werden soll. Das Systemische ResilienzFramework fließt in die weitere Projektarbeit und in die Praxisleitfäden zur Umsetzung der Anforderungen ein. Im Frühjahr 2026 schließt das Projekt mit einer Fachkonferenz ab, bei dem auch der Ergebnisbericht veröffentlicht wird.