FH-Prof. DI Dr. techn. Markus Vill
Studienprogrammleiter Technische Gebäudeausstattung; Leiter Forschungszentrum Bauen und Gestalten
Projektlaufzeit: 01.10.2019 bis 31.05.2023
Mit der digitalen Agenda Wien 2020 wurde im Jahr 2015 eine Strategie entwickelt, die sich mit dem Umgang mit Veränderungen durch Digitalisierung befasst. Bei der Stadt Wien setzt sich die Planung auf Basis des BIM (Building Information Modeling) bei neuen Projekten zunehmend durch. Der Restbestand des Anlagevermögens der Gesamtverkehrsinfrastruktur liegt derzeit nur in analoger Form oder in eingescannten Papierplänen vor. Inwieweit ist eine Überführung von Bestandinfrastrukturbauwerken in ein zentrales digitales Modell sinnhaft, um es für die Instandhaltung, die Lebenszyklusbetrachtung bzw. für das Asset-Management zielführend verwenden zu können?
Ein digitales Tool ist dann erfolgreich, wenn es in die Organisationskultur und Arbeitsprozesse aktiv integriert wird, es die betreffenden Stakeholder akzeptieren und tatsächlich anwenden. Deshalb bedarf es neben einer technischen Machbarkeitsstudie durch das Kompetenzzentrum Bauen und Gestalten der Miteinbeziehung eines sozialwissenschaftlichen Fokus durch das Kompetenzzentrum für Verwaltungswissenschaften, um die Wechselwirkung zwischen Artefakten und Handelnden zu analysieren und sorgfältig darauf abzustimmen.
Im Zuge des Projekts werden konkrete technische Möglichkeiten für das Erhaltungsmanagement untersucht und mithilfe eines Pilotprojekts getestet. So kann eine Beurteilung der Vor- und Nachteile der Digitalisierung und eine Generalisierungs- und Übertragbarkeitsanalyse vorgenommen werden. Auf dieser Basis können Empfehlungen für ein digitales Modell zwischen den Polen der technischen Machbarkeit und sozialer Akzeptanz formuliert werden, die in der Stadtverwaltung im Rahmen des Asset-Managements bei Infrastrukturbetreibern integriert werden können.
Studienprogrammleiter Technische Gebäudeausstattung; Leiter Forschungszentrum Bauen und Gestalten
Senior Lecturer