Master
Molecular Biotechnology
Vollzeit
Projektlaufzeit: 01.10.2016 bis 30.09.2021
Moderne Medizinprodukte und innovative Werkstoffe müssen höchsten Anforderungen an Sicherheit und Verträglichkeit genügen. In diesem Forschungsprojekt entwickeln die Hochschule Campus Wien und das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) ein innovatives in-vitro-Testsystem zur zuverlässigen Bewertung der Biokompatibilität von Materialien, die direkt mit menschlichem Gewebe in Kontakt kommen. Durch die Kombination von Immunologie, Bioinformatik, Proteomanalyse und modernen Screening-Verfahren sollen potenzielle Entzündungsreaktionen, Allergien und toxische Effekte frühzeitig erkannt werden. Das Ziel: eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Beurteilung von Medizinprodukten – und langfristig die Reduktion von Tierversuchen durch leistungsfähige Alternativmethoden.
In der Medizin werden immer komplexere Werkstoffe und medizinische Produkte eingesetzt, die auf den Organismus einwirken, indem sie negativ in den Stoffwechsel von Zellen eingreifen und dadurch Entzündungsreaktionen oder Allergien hervorrufen können, die zu Materialunverträglichkeiten führen. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, diese Werkstoffe und medizinische Produkte auf deren Biokompatibilität zu testen. Projektziel ist es, die Kompetenzen der Arbeitsgruppen Immunologie, Signalling Pathways und Bioinformatik des Departements Applied Life Sciences und die des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik (OFI) in einem Kooperationsprojekt zu bündeln. Im Ergebnis soll ein in vitro Testsystem zur Beurteilung der Biokompatibilität von Testsubstanzen entwickelt werden, die unmittelbaren Kontakt mit menschlichem Gewebe haben. Dazu gehören invasive Medizinprodukte, Biosensoren oder Katheter.
Das Projekt gliedert sich in drei Teile: in einem ersten Teil werden etablierte humane Zellkulturen (z.B. Epithelzellen, Immunzellen) in vitro mit Werkstoffen und medizinischen Produkten behandelt. Durch Analyse der Proteinexpressionsprofile der behandelten Zellen mittels hochauflösender Massenspektrometrie wird der Einfluss der Materialien auf die Zellen festgestellt. In einem zweiten Teil wird mit etablierten immunologischen Methoden analysiert, ob die Materialien das angeborene oder adaptive Immunsystem aktivieren und Entzündungsreaktionen oder Allergien auslösen können. Ein dritter Teil konzentriert sich auf klassische toxikologische Parameter, die mit Hilfe eines mikroskopischen High Content Screenings evaluiert werden. Ergebnisse aus den drei Teilprojekten werden eine umfassende Einschätzung der Biokompatibilität der Materialien erlauben. Diese Entwicklung wird es ermöglichen, Tierexperimente durch verlässliche in vitro Testsysteme zu ersetzen.
Leiterin Forschungszentrum Molecular Biotechnology; Senior Lecturer
Senior Lecturer
Studiengangsleiterin Bioinformatik
Senior Lecturer
Senior Lecturer