21. Mai 2026

Projekt NEST: Von der Idee zur Lösung

 

Im Projekt NEST arbeiten Studierende unterschiedlicher Disziplinen direkt mit Klient*innen zusammen, um alltagstaugliche Lösungen zu schaffen. Aufbauend auf der Innovation Challenge im vergangenen Winter werden die Konzepte nun im Co-Creation-Format weiterentwickelt.

Eine Person arbeitet an einer Tastatur, im Hintergrund sind verschwommen andere Menschen zu sehen

Im Rahmen des Co-Creation-Workshops „From Idea to Solution“ kamen Studierende aus Computer Science and Digital Communications, High Tech Manufacturing, Ergotherapie, Health Assisting Engineering und Physiotherapie zur zweiten Begutachtung zusammen, um den aktuellen Stand ihrer Projekte zu präsentieren und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt standen auch diesmal Marua und Leonie: zwei junge Klientinnen, deren Alltag ganz unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringt – und gleichzeitig viele Anknüpfungspunkte für innovative Lösungen bietet. Für Marua, die regelmäßig im Stehgerät steht, geht es etwa darum, diese Zeit sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten. Leonie wiederum möchte in ihrem Alltag möglichst selbstständig sein – sei es beim Lernen oder beim Mithelfen zu Hause.

Klientinnen gestalten mit

Auch bei der zweiten Begutachtung waren Marua und Leonie gemeinsam mit ihren Eltern aktiv eingebunden: Sie testeten Prototypen, stellten Fragen und gaben ehrliches Feedback. So wurden sie selbst zu wichtigen Mitgestalterinnen des Entwicklungsprozesses. Genau hier liegt die besondere Stärke von NEST: Lösungen entstehen nicht für, sondern gemeinsam mit den Klient*innen. Die Studierenden arbeiten interdisziplinär daran, Lösungen zu entwickeln, die sich direkt am Alltag ihrer Klient*innen orientieren.

Vier Ideen, vier Lösungen

Im gemeinsamen, interprofessionellen Tun werden nun diese Ideen weiterverfolgt:

  • RateMal: Beschäftigungsapp für Marua, die zum Zeichnen und Rätseln einlädt, wenn sie im Stehgerät ist.
  • LeonieLab: Unterstützung von Leonie für ihre Matheaufgaben.
  • Verschlusssystem für Fußsicherung am Rollstuhl: Unterstützung fürs eigenständige An- und Abschnallen der Füße/Beine am Rollstuhl.
  • StandSafeKitchenRail: Stehsicherung für Leonie, wenn sie ihren Eltern in der Küche helfen will.

Unterstützt wurden die Teams von den Lehrenden Susanne Hensely-Schinkinger, Andrea Kerschbaumer, Lisa-Sophie Gstöttner, Erna Schönthaler, Georg Mansky-Kummert, Gernot Korak und Matthias Figl, die den Entwicklungsprozess fachlich begleiteten und Impulse für die Weiterarbeit setzten.

Bis zur großen Abschlusspräsentation Ende Juni bleibt noch einiges zu tun: Die Konzepte werden weitergeschärft, erprobt und Schritt für Schritt in Richtung Umsetzung gebracht. Wir bleiben gespannt!

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