16. März 2026

Arbeits- und Führungsalltag mit Künstlicher Intelligenz

 

Wie kann KI in den Arbeits- und Führungsalltag integriert werden, sodass sie Entlastung und Unterstützung bietet? Welche Führungskompetenzen sind künftig notwendig? Antworten lieferte Zukunftsforscherin Lena Marie Glaser in der Campus Lecture am 3. März.

Lena Marie Glaser präsentiert am Rednerpult ihre Folien vor dem sitzenden Publikum.

Seit der Einführung von ChatGPT wird vieles mit Künstlicher Intelligenz ausprobiert, neue Strukturen entstehen und Pilotprojekte werden umgesetzt. Gleichzeitig bleiben wichtige Zukunftsfragen ungeklärt: Was bedeutet die rasante Entwicklung von KI für Führung, Kultur und Zusammenarbeit?

Impulse von Zukunftsforscherin 

Antworten darauf gab Lena Marie Glaser in der Campus Lecture KI, Kultur und Führung des Fachbereichs Tax Management, in der sie auch ihr Buch „Künstliche Konkurrenz – KI als Jobkiller und Chance“ vorstellte. Lena Marie Glaser ist Zukunftsforscherin, Autorin, Gründerin und Geschäftsführerin von basically innovative. In ihrem Zukunftslabor erforscht sie die Transformation der Arbeitswelt, und teilt als Thought-Leaderin ihre Erkenntnisse auf Podien und im TV, berät Unternehmen sowie öffentliche Institutionen, und schult Führungskräfte.

Umgang mit KI, Führung und Kompetenzlücken

KI beginnt grundlegend zu verändern, wie wir in Zukunft arbeiten und führen. Es zeigt sich bereits eine wachsende Kluft zwischen technikaffinen KI-Nutzer*innen und Beschäftigten, denen digitale Basis-Skills fehlen. Führungskräfte müssen lernen, mit diesen neuen Herausforderungen aktiv umzugehen. Dazu benötigen sie Mut zur Gestaltung der Zukunft und soziale Führungskompetenz. Nur wer die richtigen Fragen stellt und diese Transformation als Kulturwandel begreift, wird nachhaltig auf die Zukunft vorbereitet sein.

Wie Führung künftig gelingt 

Führung im Spannungsfeld von Mensch und Maschine erfordert vor allem Orientierung, Dialog und Lernbereitschaft. Führungskräfte müssen Teams zusammenhalten, in denen einige Mitarbeitende vom technologischen Wandel überfordert sind, während andere schneller voranschreiten wollen. Entscheidend ist, Veränderung transparent zu erklären, unterschiedliche Lernbedarfe ernst zu nehmen und Beteiligung zu ermöglichen. Organisationen können Unsicherheit, Quiet Quitting und Blockaden vorbeugen, indem sie klare Ziele, sinnstiftende Arbeit und kontinuierliche Weiterentwicklung bieten sowie eine Kultur schaffen, in der Feedback und Mitgestaltung erwünscht sind. Künstliche Intelligenz sollte dabei als unterstützendes Werkzeug verstanden werden. Denn richtig integriert kann sie Routineaufgaben reduzieren, Entscheidungen mit Daten unterstützen und Führungskräften mehr Raum für das Wesentliche geben: Kommunikation, Vertrauen und die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden.

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