Mag.a (FH) Andrea Jedinger, MA MSc
Senior Lecturer
andrea.jedinger@hcw.ac.at
+43 1 606 68 77-3327
Andrea Jedinger (Österreich), Katja Berg (Luxemburg), Meinolf Pieper (Deutschland) und Manna van 't Slot (Niederlande) sind Mitglieder von SOP International, einer länderübergreifenden Zusammenarbeit zur lösungsfokussierten Arbeit im Kinderschutz. Das Team organisiert bereits zum dritten Mal eine 2-tägige Fachtagung zur gelingenden Praxis in der Arbeit mit Familien und lädt diesmal in Kooperation mit dem Masterstudiengang „Kinder- und Familienzentrierte Sozialen Arbeit“ an die Hochschule Campus Wien ein.
Die Fachtagung richtet sich an jene Kolleg*innen, die bereits nach dem sicherheitsorientierten, lösungsfokussierten Ansatz arbeiten oder an interessierte Personen, die mehr über diese Arbeitsweise erfahren wollen und überlegen, in Zukunft danach zu arbeiten.
Die gemeinsame Haltung begründet sich in der gemeinsamen Suche nach Lösungen mit den Kindern, ihren nahen Bezugspersonen und ihrem Netzwerk. Dabei wird die Stimme des Kindes in den Fokus gerückt, die Ressourcen und Kompetenzen der Familie sichtbar gemacht und der Schutz des Kindes sichergestellt.
An beiden Vormittagen werden verschiedene Institutionen, wie die Kinder- und Jugendhilfe, freie Träger und Hochschulen bzw. Universitäten, ihre gelingende Praxis in der lösungsfokussierten Arbeit mit Familien präsentieren. Ziel ist ein Austausch von Ideen, Erfahrungen und das Knüpfen von Netzwerken im deutschsprachigen Raum.
An den Nachmittagen werden fünf verschiedene Workshops angeboten, die interaktiv und beteiligend gestaltet sind und die eigene Praxis bereichern werden.
Die Fachtagung findet am
6. und 7. Oktober 2026
9.00-17.00 Uhr
an der Hochschule
Campus Wien statt.
Elisabeth Steiner, Andrea Jedinger
Raum: Festsaal B.E
Infos zu den Vortragenden:
FH-Prof.in Mag.a Dr.in Elisabeth Steiner: Departmentleiterin sowie Studiengangsleiterin Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien
Mag.a (FH) Andrea Jedinger, MA MSc: Senior Lecturer im Masterstudiengang Kinder- und Familienzentrierte Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien.
Manuela Linser (Österreich)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: Professionelle Beziehungsgestaltung im behördlichen Gefährdungsabklärungsprozess bewegt sich im Spannungsfeld von Unterstützung, Kontrolle und institutioneller Macht. Auf Grundlage narrativer Interviews mit betroffenen Eltern wird rekonstruiert, wie Beziehung, Vertrauen, Kommunikation und Beteiligung im Kontakt mit der Kinder- und Jugendhilfe erlebt werden. Der Vortrag zeigt, wie sich professionelle Beziehungen im Verlauf der Abklärung unterschiedlich ausgestalten und entwickeln können – und welche Bedeutung sie für Kooperation, Selbstreflexion und Selbstermächtigung von Eltern sowie für eine beziehungsorientierte und bindungssensible Praxis im Kinderschutz entfalten.
Infos Vortragende*r:
Mag.a (FH) Dr.in phil. Manuela Linser: Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin, Lehrende FH OÖ, ehemals behördliche KJH, Praxisbegleiterin bei der Implementierung des sicherheitsorientierten, lösungsfokussierten Ansatzes in OÖ.
Tanja Hofer, Camilo Ferreira (Luxemburg)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: In diesem Vortrag wird die gelingende Praxis anhand eines konkreten Fallbeispiels aufgezeigt. Die Kolleg*innen zeigen, wie durch den sicherheitsorientierten Ansatz die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Professionellen strukturiert werden kann und dabei auch der Fokus in der gesamten Fallsteuerung auf die Sicherheit des Kindes sowie auf die Bedürfnisse und Ressourcen der ganzen Familie gelenkt wird. Im Vortrag wird sichtbar, wie es durch SOP möglich ist, klare und koordinierte Entscheidungsprozesse anzuregen und diese im Interesse des Kindes durchzuführen.
Infos Vortragende*r:
Tanja Hofer: Sozialarbeiterin in der Kinder- und Jugendhilfe, Office national de l`enfance ONE Luxemburg, Case Managerin
Camilo Ferreira: Sozialarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe, Office national de l`enfance ONE Luxemburg, Fachbegleiter
Wolfgang Schneider (Deutschland)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: Präsentation der Forschungsergebnisse zu einer qualitativen Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf der Straße leben. Wirkfaktoren niederschwelliger Angebote für Jugendliche mit Lebensmittelpunkt Straße werden aufgezeigt und Erkenntnisse für die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe abgeleitet. Im Vortrag werden die Befunde mit der praktischen Anwendung von SOP verknüpft.
Infos Vortragende*r:
Wolfgang Schneider, BA MA: Sozialarbeiter im Jugendamt Monheim am Rhein, Forschungstätigkeit, Multiplikator für die Arbeit nach Signs of Safety.
Vertreter*innen der Jugendarbeit & Care leaver*innen, Österreich
Raum: Festsaal B.E
Gemeinsam mit Expert*innen der Jugendarbeit und jungen Erwachsenen werden die Forschungsergebnisse von Wolfgang Schneider diskutiert und mögliche Wege in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet
Die Workshops finden parallel statt, Sie können bei Ihrer Anmeldung einen davon auswählen.
Bitte wählen Sie pro Tag unterschiedliche Workshops aus - die Workshops bauen nicht aufeinander auf, sondern sind eine Wiederholung desselben Workshops.
Gabriele Gerdes
Raum: P.1.11
Beschreibung: Das Landebahnprogramm ist ein Sicherheitsplanungskonzept für Kinder und Jugendliche, das sich an den Richtlinien zur sicherheitsorientierten Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe orientiert und diesen mit Traumapädagogik verschränkt. Im Zentrum steht die Frage wie Kinder und Jugendliche so begleiten werden können, dass sie sich vom ersten Moment an so sicher als möglich, wahrhaftig beteiligt fühlen können und ihre Stimme noch mehr ins Zentrum gerückt wird.
Zielgruppe: Anmeldung für alle Teilnehmer*innen möglich, keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Infos Vortragende*r:
Gabriele Gerdes: Dipl. Sozialbetreuerin, Traumapädagogin und traumazentrierte Fachberaterin, Psychologische Beraterin und Marte Meo Practitioner. Bereichsleitung Fachdienst Familienbegleitung bei plan B, systemisch lösungsfokussierte Onboarding „Wunderworkshop“ plan B, Seminar- und Workshopleiterin, Gastvortragende FH Linz. Schwerpunkte: systemisch-lösungsfokussierte Arbeit mit Familien, Elternbegleitung sowie Entwicklungs- und Bindungstraumatisierungen.
Miriam Neiss, Bastian Muschler
Raum: P.1.20
Beschreibung: In diesem lebendigen Workshop probieren wir gemeinsam aus, wie Bilder, Zeichnungen und kreative Methoden in der Arbeit mit Kindern und Eltern eingesetzt werden können. Inspiriert vom Resolution Approach nach Susie Essex stehen praktische Übungen, eigenes Gestalten und kreatives Ausprobieren im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, selbst aktiv zu werden, zu zeichnen, kleine Übungen kennenzulernen und neue Zugänge über Bildsprache zu entdecken. Es geht weniger um „schön zeichnen“ als um Ausdruck, Ideen und gemeinsames Erleben. Der Workshop ist praxisnah, offen gestaltet und bietet viele Anregungen für den direkten Alltag in der pädagogischen oder beratenden Arbeit.
Zielgruppe: Anmeldung für alle Teilnehmer*innen möglich, keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Infos zu den Vortragenden:
Miriam Neiss: Sozialarbeiterin, Rauhes Haus Hamburg, SOP Trainerin
Bastian Muschler: Sozialarbeiter, Kinderschutzkoordinator Jugendamt Hamburg, SOP Trainer
Miriam und Bastian begleiten die Implementierung von Signs of Safety in Hamburg seit 2018. In ihren unterschiedlichen Rollen als Multiplikator*innen, Trainer*innen und Fachkräfte haben sie vielfältige Erfahrungen gesammelt, die sie in diesem Workshop praxisnah teilen werden.
Marianne Roessler, Wolfgang Gaiswinkler
Raum: P.E.01
Beschreibung: In diesem Workshop stellen wir den SEN-Quadranten vor. Er führt das 3 -Häuser- bzw. das 3-Spalten-Modell für die Kinder- und Jugendhilfe und lösungsfokussierte Gesprächsführungstechniken zusammen. Die Arbeit mit dem SEN-Quadranten unterstützt Praktiker*innen - auch mit unfreiwilligen Adressat*innen - tragfähige Kooperationen zu entwickeln und Gespräche sowie komplexe Informationen klar zu strukturieren. Anhand von Fallbeispielen zeigen wir, wie der SEN-Quadrant genutzt werden kann, um Fallverläufe in enger Kooperation mit den Familien und dem erweiterten Netzwerk zu steuern, gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten und wie der Stimme der Kinder Gehör verschafft werden kann. Der SEN-Quadrant stellt eine paxiserprobte, lösungsfokussierte Alternative zu Modellen dar, die auf eine kooperationshemmende Weise Expert*innen-gesteuert sind.
Zielgruppe: Alle
Infos zu den Vortragenden:
Dr.in Marianne Roessler, DSA: Sozialarbeiterin, Sozialwissenschafterin, Supervisorin, Lehrsupervisorin und Organisationsberaterin in freier Praxis. Beratungs- und Forschungsschwerpunkte: Sozialarbeiterische Interventionen; lösungsfokussierte Soziale Arbeit. Arbeiten im Zwangskontext: marianne.roessler@netzwerk-ost.at
Mag. Wolfgang Gaiswinkler: Gruppendynamiker, Sozialwissenschafter, Supervisor und Organisationsberater. Schwerpunkte: Anwendung des lösungsfokussierten Ansatzes in diversen Feldern der Sozialen Arbeit und Führung. Empowerment von Nutzer:innen, Fach- und Führungskräften: wolfgang.gaiswinkler@netzwerk-ost.at
Gemeinsam sind sie die Gründer*innen von Netzwerk OS'T; Zusammenarbeit mit Steve de Shazer, Insoo Kim Berg, Luc Isebaert und anderen Pionier*innen des Lösungsfokussierten Ansatzes, Weiterbildungen für SozialarbeiterInnen zum lösungsfokussierten Ansatz u.a. mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe. Implementierungsprojekte zum Lösungsfokussierten Ansatz mit dem SEN Modell: www.netzwerk-ost.at
Manna van`t Slot, Jenni Höfler
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: In diesem Workshop wird gezeigt, wie man eine „Words & Pictures“-Geschichte für eine bestimmte Zielgruppe, vorzugsweise Jugendliche, erstellt. Sie arbeiten dabei mit dem bekannten „Words & Pictures“-Prozess und entwickeln diesen mit Unterstützung von Susie Essex weiter, indem sie heilende Interviews mit wichtigen Bezugspersonen aus Vergangenheit und Gegenwart einbeziehen.
Der Workshop wird interaktiv sein und praktische Übungen beinhalten, sodass die Teilnehmenden den Prozess selber erleben und damit arbeiten können. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer ausführlichen Erläuterung der Methodik, sondern vielmehr auf der direkten Auseinandersetzung mit dem „Words & Pictures“-Prozess in der Praxis.
Zielgruppe: Grundkenntnisse über Sicherheitsorientierte Praxis / Resolutions Approach wünschenswert. Als Vorbereitung wäre es wünschenswert, wenn die Teilnehmenden sich vorab ein Video von Jenni Höfler ansehen könnten, in dem sie eine „Words & Pictures“-Geschichte aus ihrem eigenen Leben erzählt.
Infos zu den Vortragenden:
Jenni Höfler: ist im Breisgau-Hochschwarzwald als Leiterin und Praktikerin bei einer Organisation tätig, die sich für die Umsetzung der sicherheitsorientierten Praxis einsetzt.
Manna van ’t Slot: verfügt über langjährige Erfahrung als Trainerin und Beraterin im Bereich des Resolutions Approach und der sicherheitsorientierten Praxis.
Andrea Breitenbach, Maren Joh
Raum: P.1.15
Beschreibung: Dieser Workshop lädt dazu ein, die Implementierung einer sicherheitsorientierten Praxis in einem Landkreisjugendamt in Deutschland (Main-Kinzig-Kreis) nachzuvollziehen – eine Entwicklung, die seit dem ersten Impuls im Jahr 2018 mit großer Beteiligung gestaltet wurde. Von der Vorbereitungsphase im Jahr 2021 bis zum offiziellen Start der Umsetzung im April 2022 bis heute hat sich ein stetiger qualitativer Veränderungsprozess entfaltet. Bis heute wurden mehr als 250 Fachkräfte qualifiziert – darunter das gesamte Jugendamt sowie die Fachkräfte von 14 freien Trägern.
Geleitet wird dieser Workshop von der Projektleitung des Main-Kinzig-Kreises. Er bietet spannende Einblicke in die Frage, wie nachhaltige Implementierung gelingen kann: in einem bewusst gewählten Tempo, getragen von breiter Beteiligung und trägerübergreifender Zusammenarbeit.
Die Teilnehmenden erfahren, welche Schlüsselstrategien dabei helfen,
Ein besonderes Highlight ist der Beitrag einer Leitungskraft eines beteiligten freien Trägers, die praxisnah und authentisch von ihren Erfahrungen in der Umsetzung berichtet und konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag gibt.
Neben strategischen Impulsen erwarten Sie anschauliche Praxisbeispiele sowie Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung.
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Entscheidungsträger*innen, Leitungskräfte im Kinderschutz, Fach- und Führungspersonen aus der Jugendhilfe, sozialen Diensten sowie Partnerorganisationen, die an der Einführung oder Weiterentwicklung sicherheitsorientierter bzw. stärkenorientierter Ansätze beteiligt sind.
Infos zur Vortragenden:
Maren Joh, BA: Sozialarbeiterin, Bereichsleitung der ambulanten Hilfen des Vereins für sozialpädagogisches Management e.V. im Main-Kinzig-Kreis (freier Träger). Erlebnispädagogin und Fachkraft im Bereich Psychomotorik. Multiplikatorin für Signs of Safety im Main-Kinzig-Kreis.
Andrea Breitenbach: Sozialpädagogin und systemische Therapeutin, Abteilungsleitung für die „Erzieherischen Hilfen“ im Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises (MKK) in Deutschland, Bundesland Hessen, Begleitung der Implementierung von Signs of Safety in der Jugendhilfe im MKK als Projektleitung, mehrjährige Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe
Andrea Jedinger
Raum: Festsaal B.E
Infos Vortragende*r:
Mag.a (FH) Andrea Jedinger, MA MSc:Senior Lecturer im Masterstudiengang Kinder- und Familienzentrierte Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien.
Andrea Jedinger
Raum: Festsaal B.E
Infos Vortragende*r:
Mag.a (FH) Andrea Jedinger, MA MSc: Senior Lecturer im Masterstudiengang Kinder- und Familienzentrierte Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien.
Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann (Deutschland)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: In diesem Beitrag wird argumentiert, dass der in den 1990er Jahren im Gefolge des Konzeptes der lösungsfokussierten Beratungsarbeit der sogenannten Milwaukee-Schule um Steve de Shazer und Insoo Kim Berg konzipierte Ansatz Signs of Safety und im deutschsprachigen Raum sich als Sicherheitsorientierte Praxis im Kinderschutz (SOP) durch eine Integration in die Handlungstheorie Sozialraumorientierter Sozialer Arbeit erst seine volle Wirksamkeit entfalten kann.
Infos Vortragende*r:
Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann ist staatlich anerkannter Erzieher und Diplomsozialarbeiter (Universität). Nach verschiedenen Praxiserfahrungen und Leitungsfunktionen ist er seit 2009 Professor für Soziale Arbeit und seit 2019 im Fernstudium IU Internationale Hochschule. Seine Forschungs-, Organisationsberatungs- und Trainingsschwerpunkte sind Sozialraumorientierung, Partizipation, Kinderschutz, Lösungsfokussierung, Demokratisierung und Inklusion.
DSP Gabriele Lempradl, DSA Martin Dienstbier (Österreich)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: In der stationären Fremdbetreuung erleben Kinder und ihre Herkunftssysteme Fremdbestimmung durch das Helfer*innen-System. Wie kann es gelingen, diesen Prozess aufzubrechen und den Adressat*innen eine echte Stimme zu geben? Durch leitfadengestützte Interviews werden die Eltern als Expert*innen ihres eigenen Lebens ernst genommen. Die Haltung des „Nichtwissens“ ist dieser Methode inhärent und ermöglich dem Herkunftssystem Partizipation und Aktivierung der Kompetenzen von Eltern im Zwangskontext. Mit der Auswertung der Interviews können die Ressourcen, Belastungen und Konfliktthemen gut „herausgehört“ und dem Herkunftssystem ihr eigener subjektiver Handlungsplan vor Augen geführt werden. Ergänzend kann mit den Kindern und Jugendlichen ein auf sie abgestimmtes Interview geführt werden, um ihre zentralen Lebensthemen und die zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben abzubilden. Dies ermöglicht frühzeitiger, über Rückführung sprechen zu können und die Eltern und ihr Netzwerk zu stärken und zu empowern. Erfahren Sie, wie Sozialarbeiter*innen durch das Abgeben von Deutungshoheit ein stabiles Arbeitsbündnis mit Familien schaffen können, das über die bloße Verwaltung von Krisen hinausgeht.
Infos zu den Vortragenden:
DSP Gabriele Lempradl: Dipl. Sozialpädagogin, Lebens- und Sozialberatung in eigener Praxis, langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, Fachkraft für Familienberatung bei SOS-Kinderdorf Wien.
DSA Martin Dienstbier: Dipl. Sozialarbeiter, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien sowie im Obdachlosenbereich, Fachkraft für Familienberatung bei SOS-Kinderdorf Wien.
Maren Joh, Andrea Breitenbach (Luxenburg)
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: Im Mittelpunkt steht die Anwendung der Sicherheitsplanung mit besonderem Fokus auf die Zusammenarbeit in professionellen und informellen Netzwerken. Anhand konkreter Praxisbeispiele wird aufgezeigt, wie transparente, wertschätzende und inklusive Zusammenarbeit mit Familien und ihrem sozialen Umfeld nachhaltige Sicherheit fördert und tragfähige Lösungen ermöglicht.
Infos zu den Vortragenden:
Maren Joh, BA: Sozialarbeiterin, Bereichsleitung der ambulanten Hilfen des Vereins für sozialpädagogisches Management e.V. im Main-Kinzig-Kreis (freier Träger). Erlebnispädagogin und Fachkraft im Bereich Psychomotorik. Multiplikatorin für Signs of Safety im Main-Kinzig-Kreis.
Andrea Breitenbach: Sozialpädagogin und systemische Therapeutin, Abteilungsleitung für die „Erzieherischen Hilfen“ im Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises (MKK) in Deutschland, Bundesland Hessen, Begleitung der Implementierung von Signs of Safety in der Jugendhilfe im MKK als Projektleitung, mehrjährige Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe.
Anja Bicheler, Dan Hoffmann
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: Der Vortrag zeigt, wie Schutzkonzepte auf Grundlage der Sicherheitsorientierten Praxis (SOP) entwickelt und nachhaltig im stationären Alltag verankert werden können. Im Fokus stehen kindgerechte Gespräche, Beteiligung und der Aufbau von Sicherheit und Vertrauen, damit Kinder ihre Bedürfnisse, Sorgen und Grenzen offen äußern können. Anhand eines Beispiels aus der Praxis wird aufgezeigt, wie Fachkräfte dabei unterstützt werden, Schutz und Sicherheit gemeinsam mit Kindern zu gestalten. Gerahmt wird der Vortrag mit einem Exkurs über die Entwicklungen zum Thema Schutzkonzepte in Luxemburg.
Infos zu den Vortragenden:
Anja Bicheler: Sozialpädagogin, 18-jährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendhilfe, Bereichsleiterin von 3 Wohngruppen der ARCUS asbl., SOP-Trainerin, Marte Meo Trainerin.
Dan Hoffmann, BA: Bachelor in Sozialpädagogik & Management, SOP-Trainer, 15 Jahre Tätigkeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Die Workshops finden parallel statt, Sie können bei Ihrer Anmeldung einen davon auswählen.
Bitte wählen Sie pro Tag unterschiedliche Workshops aus - die Workshops bauen nicht aufeinander auf, sondern sind eine Wiederholung desselben Workshops.
Gabriele Gerdes
Raum: P.1.10
Beschreibung: Das Landebahnprogramm ist ein Sicherheitsplanungskonzept für Kinder und Jugendliche, das sich an den Richtlinien zur sicherheitsorientierten Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe orientiert und diesen mit Traumapädagogik verschränkt. Im Zentrum steht die Frage wie Kinder und Jugendliche so begleiten werden können, dass sie sich vom ersten Moment an so sicher als möglich, wahrhaftig beteiligt fühlen können und ihre Stimme noch mehr ins Zentrum gerückt wird.
Zielgruppe: Anmeldung für alle Teilnehmer*innen möglich, keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Infos Vortragende*r:
Gabriele Gerdes: Dipl. Sozialbetreuerin, Traumapädagogin und traumazentrierte Fachberaterin, Psychologische Beraterin und Marte Meo Practitioner. Bereichsleitung Fachdienst Familienbegleitung bei plan B, systemisch lösungsfokussierte Onboarding „Wunderworkshop“ plan B, Seminar- und Workshopleiterin, Gastvortragende FH Linz. Schwerpunkte: systemisch-lösungsfokussierte Arbeit mit Familien, Elternbegleitung sowie Entwicklungs- und Bindungstraumatisierungen.
Miriam Neiss, Bastian Muschler
Raum: P.1.20
Beschreibung: In diesem lebendigen Workshop probieren wir gemeinsam aus, wie Bilder, Zeichnungen und kreative Methoden in der Arbeit mit Kindern und Eltern eingesetzt werden können. Inspiriert vom Resolution Approach nach Susie Essex stehen praktische Übungen, eigenes Gestalten und kreatives Ausprobieren im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, selbst aktiv zu werden, zu zeichnen, kleine Übungen kennenzulernen und neue Zugänge über Bildsprache zu entdecken. Es geht weniger um „schön zeichnen“ als um Ausdruck, Ideen und gemeinsames Erleben. Der Workshop ist praxisnah, offen gestaltet und bietet viele Anregungen für den direkten Alltag in der pädagogischen oder beratenden Arbeit.
Zielgruppe: Anmeldung für alle Teilnehmer*innen möglich, keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Infos zu den Vortragenden:
Miriam Neiss: Sozialarbeiterin, Rauhes Haus Hamburg, SOP Trainerin
Bastian Muschler: Sozialarbeiter, Kinderschutzkoordinator Jugendamt Hamburg, SOP Trainer
Miriam und Bastian begleiten die Implementierung von Signs of Safety in Hamburg seit 2018. In ihren unterschiedlichen Rollen als Multiplikator*innen, Trainer*innen und Fachkräfte haben sie vielfältige Erfahrungen gesammelt, die sie in diesem Workshop praxisnah teilen werden.
Marianne Roessler, Wolfgang Gaiswinkler
Raum: P.E.01
Beschreibung: In diesem Workshop stellen wir den SEN-Quadranten vor. Er führt das 3 -Häuser- bzw. das 3-Spalten-Modell für die Kinder- und Jugendhilfe und lösungsfokussierte Gesprächsführungstechniken zusammen. Die Arbeit mit dem SEN-Quadranten unterstützt Praktiker*innen - auch mit unfreiwilligen Adressat*innen - tragfähige Kooperationen zu entwickeln und Gespräche sowie komplexe Informationen klar zu strukturieren. Anhand von Fallbeispielen zeigen wir, wie der SEN-Quadrant genutzt werden kann, um Fallverläufe in enger Kooperation mit den Familien und dem erweiterten Netzwerk zu steuern, gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten und wie der Stimme der Kinder Gehör verschafft werden kann. Der SEN-Quadrant stellt eine paxiserprobte, lösungsfokussierte Alternative zu Modellen dar, die auf eine kooperationshemmende Weise Expert*innen-gesteuert sind.
Zielgruppe: Alle
Infos zu den Vortragenden:
Dr.in Marianne Roessler, DAS: DAS, Sozialarbeiterin, Sozialwissenschafterin, Supervisorin, Lehrsupervisorin und Organisationsberaterin in freier Praxis. Beratungs- und Forschungsschwerpunkte: Sozialarbeiterische Interventionen; lösungsfokussierte Soziale Arbeit. Arbeiten im Zwangskontext: marianne.roessler@netzwerk-ost.at
Mag. Wolfgang Gaiswinkler: Gruppendynamiker, Sozialwissenschafter, Supervisor und Organisationsberater. Schwerpunkte: Anwendung des lösungsfokussierten Ansatzes in diversen Feldern der Sozialen Arbeit und Führung. Empowerment von Nutzer:innen, Fach- und Führungskräften: wolfgang.gaiswinkler@netzwerk-ost.at
Gemeinsam sind sie die Gründer*innen von Netzwerk OS'T; Zusammenarbeit mit Steve de Shazer, Insoo Kim Berg, Luc Isebaert und anderen Pionier*innen des Lösungsfokussierten Ansatzes, Weiterbildungen für SozialarbeiterInnen zum lösungsfokussierten Ansatz u.a. mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe. Implementierungsprojekte zum Lösungsfokussierten Ansatz mit dem SEN Modell: www.netzwerk-ost.at
Manna van`t Slot, Jenni Höfler
Raum: Festsaal B.E
Beschreibung: In diesem Workshop wird gezeigt, wie man eine „Words & Pictures“-Geschichte für eine bestimmte Zielgruppe, vorzugsweise Jugendliche, erstellt. Sie arbeiten dabei mit dem bekannten „Words & Pictures“-Prozess und entwickeln diesen mit Unterstützung von Susie Essex weiter, indem sie heilende Interviews mit wichtigen Bezugspersonen aus Vergangenheit und Gegenwart einbeziehen.
Der Workshop wird interaktiv sein und praktische Übungen beinhalten, sodass die Teilnehmenden den Prozess selber erleben und damit arbeiten können. Der Schwerpunkt liegt nicht auf einer ausführlichen Erläuterung der Methodik, sondern vielmehr auf der direkten Auseinandersetzung mit dem „Words & Pictures“-Prozess in der Praxis.
Zielgruppe: Grundkenntnisse über Sicherheitsorientierte Praxis / Resolutions Approach wünschenswert. Als Vorbereitung wäre es wünschenswert, wenn die Teilnehmenden sich vorab ein Video von Jenni Höfler ansehen könnten, in dem sie eine „Words & Pictures“-Geschichte aus ihrem eigenen Leben erzählt.
Infos zu den Vortragenden:
Jenni Höfler: ist im Breisgau-Hochschwarzwald als Leiterin und Praktikerin bei einer Organisation tätig, die sich für die Umsetzung der sicherheitsorientierten Praxis einsetzt.
Manna van ’t Slot: verfügt über langjährige Erfahrung als Trainerin und Beraterin im Bereich des Resolutions Approach und der sicherheitsorientierten Praxis.
Andrea Breitenbach, Maren Joh
Raum: P.1.15
Beschreibung: Dieser Workshop lädt dazu ein, die Implementierung einer sicherheitsorientierten Praxis in einem Landkreisjugendamt in Deutschland (Main-Kinzig-Kreis) nachzuvollziehen – eine Entwicklung, die seit dem ersten Impuls im Jahr 2018 mit großer Beteiligung gestaltet wurde. Von der Vorbereitungsphase im Jahr 2021 bis zum offiziellen Start der Umsetzung im April 2022 bis heute hat sich ein stetiger qualitativer Veränderungsprozess entfaltet. Bis heute wurden mehr als 250 Fachkräfte qualifiziert – darunter das gesamte Jugendamt sowie die Fachkräfte von 14 freien Trägern.
Geleitet wird dieser Workshop von der Projektleitung des Main-Kinzig-Kreises. Er bietet spannende Einblicke in die Frage, wie nachhaltige Implementierung gelingen kann: in einem bewusst gewählten Tempo, getragen von breiter Beteiligung und trägerübergreifender Zusammenarbeit.
Die Teilnehmenden erfahren, welche Schlüsselstrategien dabei helfen,
Ein besonderes Highlight ist der Beitrag einer Leitungskraft eines beteiligten freien Trägers, die praxisnah und authentisch von ihren Erfahrungen in der Umsetzung berichtet und konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag gibt.
Neben strategischen Impulsen erwarten Sie anschauliche Praxisbeispiele sowie Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung.
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Entscheidungsträger*innen, Leitungskräfte im Kinderschutz, Fach- und Führungspersonen aus der Jugendhilfe, sozialen Diensten sowie Partnerorganisationen, die an der Einführung oder Weiterentwicklung sicherheitsorientierter bzw. stärkenorientierter Ansätze beteiligt sind.
Infos zur Vortragenden:
Maren Joh, BA: Sozialarbeiterin, Bereichsleitung der ambulanten Hilfen des Vereins für sozialpädagogisches Management e.V. im Main-Kinzig-Kreis (freier Träger). Erlebnispädagogin und Fachkraft im Bereich Psychomotorik. Multiplikatorin für Signs of Safety im Main-Kinzig-Kreis.
Andrea Breitenbach: Sozialpädagogin und systemische Therapeutin, Abteilungsleitung für die „Erzieherischen Hilfen“ im Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises (MKK) in Deutschland, Bundesland Hessen, Begleitung der Implementierung von Signs of Safety in der Jugendhilfe im MKK als Projektleitung, mehrjährige Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe
Andrea Jedinger
Raum: Festsaal B.E
Infos Vortragende*r:
Mag.a (FH) Andrea Jedinger, MA MSc: Senior Lecturer im Masterstudiengang Kinder- und Familienzentrierte Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien.
Bitte melden Sie sich bis spätestens 5. Oktober 2026 hier an:
Sollten Sie für Ihre Teilnahme etwas Bestimmtes benötigen, z. B. Gebärdensprach-Dolmetscher*in, technische Unterstützung bei Hörbeeinträchtigung, kontaktieren Sie Andrea Jedinger bis spätestens 22. September 2026 unter andrea.jedinger@hcw.ac.at oder +43 1 606 68 77-3327
Wir fertigen bei dieser Veranstaltung Fotos und Videos an. Die Aufnahmen werden zur Darstellung unserer Aktivitäten auch in Social-Media-Kanälen sowie in Printmedien veröffentlicht.