6. Juli 2026

Simulation als Brücke zur Praxis

 

Im Studiengang Logopädie wurde die simulationsbasierte Lehre erstmals bereits im 4. Semester umgesetzt. In realitätsnahen Szenarien trainieren Studierende klinische Situationen, reflektieren ihr Handeln und entwickeln wichtige Kompetenzen für den späteren Berufsalltag.

Drei Frauen im Kasack posieren für ein Foto

Lernen, was im Berufsalltag wichtig ist

Früh Praxiserfahrung sammeln, Handlungskompetenzen stärken und in einem geschützten Rahmen Sicherheit gewinnen: Unter der Leitung von Verena Ulm-Ranftl, Melanie Trojan und Iga Ziarko-Freissler erprobten Logopädie-Studierende unterschiedliche klinische Situationen. Dabei trainierten sie den Patient*innenkontakt, erprobten praktische Fertigkeiten und entwickelten Kompetenzen in klinischer Entscheidungsfindung. 

Simulation als geschützter Lernraum

Ein zentraler Vorteil der Simulationslehre liegt im sicheren Lernumfeld: Studierende können unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten ausprobieren, Erfahrungen sammeln und aus Fehlern lernen, ohne dass reale Patient*innen betroffen sind. Dadurch wird nicht nur die fachliche Kompetenz gestärkt, sondern auch die S gefördert. Die gezielte Vorbereitung auf zukünftige Praxiseinsätze erleichtert den Übergang in den Berufsalltag und unterstützt die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz.

Von der Vorbereitung bis zur Reflexion

Jedes Simulationstraining folgt einem strukturierten Ablauf aus Briefing, Acting und Debriefing. Zu Beginn werden Lernziele, Rollen und Rahmenbedingungen geklärt. In der eigentlichen Simulation übernehmen die Studierenden aktiv Verantwortung und setzen ihr Wissen in konkreten Situationen um.
Den zentralen Bestandteil bildet die anschließende Reflexion: Im Debriefing werden Entscheidungen besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und alternative Vorgehensweisen diskutiert. So wird aus dem Erlebten nachhaltiges Lernen.

Kompetenzen stärken und Fehler als Lernchance nutzen

Simulation bietet Raum, Neues auszuprobieren und Unsicherheiten offen anzusprechen. Das unterstützt nicht nur den fachlichen Kompetenzerwerb, sondern fördert auch eine konstruktive Fehlerkultur. Herausforderungen werden gemeinsam analysiert und als Chance für die persönliche und professionelle Weiterentwicklung genutzt.
Mit der frühzeitigen Verankerung der Simulationslehre im 4. Semester setzt der Studiengang Logopädie einen wichtigen Entwicklungsschritt. Das Lehrformat stärkt selbstreflektiertes und kompetenzorientiertes Lernen und ergänzt das Studium um eine weitere praxisnahe Komponente.

Gesundheitswissenschaften