2. Juni 2026
Studierende des Masterstudiums Architektur – Green Building begaben sich im Rahmen einer Exkursion nach Belgien, um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen nachhaltige Architektur, Stadtplanung und zirkuläres Bauen vor Ort kennenzulernen. Stationen in Brüssel und Antwerpen boten Einblicke in innovative Projekte, urbane Transformationsprozesse und internationale Positionen einer ressourcenschonenden Baukultur.

Die Exkursion vereinte ein abwechslungsreiches Programm mit klarem Fokus auf aktuelle Architekturtrends, Stadt- und Freiraumplanung sowie Re-Use und zirkuläres Bauen. Geführte Touren durch das EU-Viertel und das Areal Tour & Taxis verdeutlichten die Verknüpfung von öffentlichem Raum, Mobilität und Bestandsentwicklung; die umgenutzte Gare Maritime zeigte als großmaßstäbliche Holz-Innenentwicklung in einer historischen Industriehalle exemplarisch, wie kreislauffähige Umbauten bestehende Tragwerke weiterverwenden und Freiräume qualifizieren. Weitere Stationen wie ZIN, Place Rogier, die Passerelle Tondo, der Campus Kanal, COOP und die Parckfarm illustrierten produktive Stadtlandschaften, in denen Re-Use, lokale Ernährung, Bildung und Mikroinfrastruktur zusammengeführt werden.
Ein weiterer Höhepunkt war der Austausch an der Fakultät für Architektur, Architekturingenieurwesen und Stadtplanung (LOCI) der UCLouvain in Brüssel zu nachhaltigem Entwerfen, Umbaukultur und materialgerechten Konstruktionsstrategien.
In Antwerpen setzte sich der Themenschwerpunkt fort: Park Spoor Noord demonstrierte die Konversion eines Bahnareals zu einem robusten Stadtpark; das Hafenareal und das Port House kombinierten Weiterbauen im Bestand und infrastrukturelle Modernisierung. Bei Mundo-A und im Gespräch mit b-architecten standen Low-Carbon-Strategien, Holz-/Hybridbau sowie Design for Disassembly im Vordergrund.
Neue Perspektiven auf nachhaltige Architektur
Die Reise eröffnete den Studierenden ein breites Spektrum an Eindrücken zur belgischen Stadt- und Baukultur und erlaubte fundierte Gegenüberstellungen mit europäischen Positionen einer zukunftsgerichteten Architektur. Dadurch vertiefte sich das Verständnis für nachhaltige Transformationsprozesse spürbar, und zugleich nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche fachliche Erkenntnisse wie auch persönliche Erfahrungen mit.