Marin Abbaubare Lebensmittelverpackungen (MALVE)

Projektlaufzeit: 30.04.2021 bis 31.03.2023

Aufgrund des unsachgemäßen Eintrages von Lebensmittelverpackungen in die Umwelt mit den damit verbundenen Folgen wächst global das Interesse an nachhaltigeren Verpackungslösungen. Vor allem die Belastung der Meere und die damit verbundenen Lebensräume sind stark gefährdet und bedürfen dringend einer Lösung.
 

Forschungsbereiche

Sustainability and Environment

Forschungszentrum

Forschungszentrum Nachhaltigkeitsbewertung und Verpackungslösungen

Department

Applied Life Sciences

Ein naheliegender Werkstoff zur Substitution von herkömmlichen Kunststoffen sind die Gruppe der Biopolymere “Polyhydroxyalkanoate” (kurz: PHA). Diese zeichnet sich durch seine nachhaltige Herstellung und biologische Abbaubarkeit, auch unter marinen Bedingungen, aus. Darüber hinaus weisen PHAs eine für Biopolymere gute Verarbeitbarkeit auf.

Der Einsatz von PHA für Lebensmittelverpackungen ist aktuell aufgrund mangelnder Barriereeigenschaften bzgl. Sauerstoff, Fett, Feuchte (etc.) nur eingeschränkt möglich. Petrochemische Kunststoffe weisen hier in der Regel bessere Eigenschaften auf und werden ansonsten über Beschichtungen dahingehend verstärkt. 

Die als Beschichtung aufgebrachten Barrieren verhindern bzw. verlangsamen je nach Anwendungsfall die biologische Abbaubarkeit der Verpackungen. Aus diesem Grund hat das Frauenhofer ISC einen neuen Barrierelack aus Ormocer, einem anorganisch-organischen Hybridpolymere, entwickelt. Dieser Barrierlack erfüllt sämtliche Voraussetzungen für die biologische Abbaubarkeit und den Schutz für Lebensmittel.

 

Forschungsziele

  • Entwicklung eines ersten Proof-of-Concepts für einen biologisch abbaubaren Probekörper von Lebensmittelverpackungen.
  • Kombination von PHA als Verpackungsmaterial mit einem Ormocer-Barrierebeschichtungssystem zur Herstellung des Probekörpers.
  • Entwicklung und Anwendung geeigneter Testverfahren zur Prüfung der funktionellen Eigenschaften der Probekörper.
  • Iterative Optimierung der Probekörper im Rahmen eines kaskadischen Entwicklungsprozesses.
  • Erreichung der erforderlichen Verpackungseigenschaften für den vorgesehenen Anwendungsbereich.
 

Fördergeber*innen



Projektleitung

DI Miguel Di Gennaro, MSc

Ehemalige*r Mitarbeitende*r