Biopatinas auf urbanen Gebäuden als Biofilter, CO₂ Senken und Kühlsysteme (BioCT)

Projektlaufzeit: 01.11.2025 bis 30.04.2027

In den letzten Jahren hat das wachsende gesellschaftliche Bewusstsein für die negativen Folgen des Klimawandels und der hohen Umweltverschmutzung verdeutlicht, wie notwendig nachhaltige Praktiken und eine grünere, gesündere Umwelt sind – insbesondere in urbanen Zentren. 

Dieses Projekt setzt hier an und schlägt vor, natürlich auf städtischen Architekturflächen vorkommende Biopatinas nicht zu entfernen, sondern gezielt als pflegeleichte Form der Stadtbegrünung zu nutzen.

Forschungsbereiche

Life Sciences, Health, and Quality of Life
Sustainability and Environment

Department

Applied Life Sciences

Die zentrale Hypothese ist, dass Biopatinas Luftschadstoffe absorbieren, als wertvolle Kohlenstoffsenken fungieren und als natürliche Biofilter sowie biologische Sanierungssysteme wirken können. Zudem wird angenommen, dass sie Feinstaub binden und eine kühlende Wirkung auf das Mikroklima von Gebäuden haben.

Ziel des Projekts ist es, diese Eigenschaften von Biopatinas im städtischen Kontext zu untersuchen und ihr Potenzial für eine verbesserte Umwelt gezielt nutzbar zu machen. Dafür wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der Geomikrobiologie, Materialökologie, Umweltphysik und kunstbasierte Methoden verbindet. Mithilfe quantitativer wissenschaftlicher Verfahren wie Gas- und Staubaustauschmessungen, molekularbiologischer sowie physikalisch-chemischer Analysen werden Biopatinas auf repräsentativen Oberflächen in Wien untersucht. Die gewonnenen Daten dienen der Skalierung lokaler Messungen und der Entwicklung von Vorhersagemodellen. Ergänzend fördern partizipative kunstbasierte Praktiken das öffentliche Bewusstsein und die Akzeptanz von Biopatinas in Architektur und Denkmalpflege.

Mehr zur Umweltsystemforschung des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF).

 

Forschungsziele

  • Untersuchung urbaner Biopatinas zur gezielten Verbesserung der Stadtumwelt
  • Skalierung lokaler Messdaten und Entwicklung präziser Vorhersagemodelle
  • Förderung der öffentlichen Akzeptanz von Biopatinas in Architektur und Denkmalpflege
 
 

Forschungsmethodik

  • Verknüpfung von Geomikrobiologie, Materialökologie, Umweltphysik und kunstbasierten Ansätzen
  • Untersuchung repräsentativer Oberflächen in Wien mittels Gas- und Staubaustauschmessungen
  • Anwendung molekularbiologischer sowie physikalisch-chemischer Analyseverfahren
  • Einsatz partizipativer, kunstbasierter Praktiken zur Vermittlung der Inhalte
 

Fördergeber*innen


Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO


Projektleitung

Projektteam