17. September 2025
Ein besonderer Anlass für das traditionsbewusste Berufsfeld Gesundheits- und Krankenpflege: Am 16.9. feierte die Hochschule Campus Wien Eröffnung des Museums für Gesundheits- und Krankenpflege (MuGuK).

vlnr: Horst Rode, Elisabeth Haslinger-Baumann, Bettina M. Madleitner, Martina Hiemetzberger, Irene Messner, Wilhelm Behensky, Ursula Frohner, Roswitha Engel, Barbara Zinka, Michaela Dorfmeister, Evelyn Süss-Stepancik, Angelika Obermayr, Cornelia Feichtinger, Doris Link, Sabine Schweiger
„Mit dem MuGuK schaffen wir einen Ort, an dem die Wurzeln unseres Berufsstandes sichtbar werden. Die Professionalisierung der Pflege braucht nicht nur eine starke Ausbildung, sondern auch ein Bewusstsein für die eigene Geschichte. Dieses Museum ist ein Meilenstein dafür“, so Bettina M. Madleitner, Departmentleiterin für Angewandte Pflegewissenschaft und Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege.
Wilhelm Behensky, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Hochschule Campus Wien und Evelyn-Süss-Stepancik, Vizerektorin für Lehre und Internationales, betonten bei der Eröffnungsfeier die Rolle der Hochschule Campus Wien als Pionierin, Treiberin und Gestalterin in der Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege. Die Museumsverantwortlichen Sabine Schweiger, Studienprogrammleiterin im Department Angewandte Pflegewissenschaft, und Roswitha Engel gaben Einblicke in die Entstehung, Aufbau und Kuratierung des MuGuK. Vorträge von Historiker und Soziologe Carlos Watzka und Martina Hiemetzberger, Lehrende im Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege stimmten die Festgäste auf die Führungen durch das Museum ein.
Bildgalerie der Eröffnung MuGuK, 16.9.2025
Das MuGuK widmet sich der Geschichte der Pflegeausbildung vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den prägenden Jahren von 1914 bis 1997. Die Besucher*innen erwartet eine eindrucksvolle Sammlung historisch wertvoller Exponate – von Lehrbüchern ab 1913 über Unterrichtsmaterialien bis hin zu Ausbildungsprotokollen aus den 1950er- bis 1990er-Jahren. Auch historische Dienstkleidungen und medizinische Instrumente aus Chirurgie, Pädiatrie, Anästhesie und Urologie sind zu Bestaunen. Viele dieser Objekte sind Unikate.
„Die Objekte sind Zeitzeugen – jedes Stück erzählt eine Geschichte“, erklärt Sabine Schweiger. „Wir wollen nicht nur eine Sammlung zeigen, sondern einen lebendigen Einblick in das Leben, Lernen und Arbeiten in der Pflege geben.“
Ein besonderer Teil der Ausstellung ist Florence Nightingale gewidmet, der Pionierin der modernen Krankenpflege, die im Krimkrieg erstmals hygienische Standards einführte und damit die Sterblichkeitsrate drastisch senkte.
„Unsere Sammlung macht deutlich, wie sehr sich die Pflege weiterentwickelt hat – fachlich, technisch und gesellschaftlich“, ergänzt Roswitha Engel, vormalige Departmentleiterin für Angewandte Pflegewissenschaft und Museumsverantwortliche. „Wer versteht, woher wir kommen, kann die Zukunft bewusster gestalten.“
Mit der Eröffnung des MuGuK wird die Pflege als eigenständiger und unverzichtbarer Beruf in den Mittelpunkt gerückt. Das Museum dient nicht nur als Archiv, sondern auch als Lern- und Begegnungsort für Studierende, Fachkräfte und die interessierte Öffentlichkeit. Das MuGuK ist ab sofort bei freiem Eintritt jeden Mittwoch zugänglich. Weitere Informationen zu Führungen und Öffnungszeiten.
Das Museum der Gesundheits- und Krankenpflege ist heuer auch Teil der ORF-Lange Nacht der Museen am Samstag, 4. Oktober und kann zwischen 18 Uhr und 24 Uhr besichtigt werden. Neben Museumsführungen und Vorträgen wird auch eine Nurses-Fashionshow geboten, die Dienstbekleidung im Wandel der Zeit zeigt.
MuGuK-Programm ORF-Lange Nacht der Museen am 4. Oktober