Peripheres Sehen mit intraokulären Linsen

Projektlaufzeit: 07.03.2022 bis 30.09.2022

Es soll eine Applikation im Gait Realtime Analysis Interactive Lab (kurz GRAIL) der Hochschule Campus Wien entwickelt werden, mit der beim Gehen in virtueller Umgebung das verbesserte periphere Sehen mit der neuen Linse im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung untersucht werden soll.

Forschungsbereiche

Digital Innovation, Engineering, and AI
Life Sciences, Health, and Quality of Life

Forschungszentrum

Forschungszentrum Gesundheitswissenschaften

Department

Gesundheitswissenschaften

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Applikation, welche die periphere Wahrnehmung während des Gehens testet. In Augenhöhe erscheinen Ziffern, welche vorgelesen werden müssen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Fokus nach vorne gerichtet bleibt. Die schwarzen Felder erscheinen am Rand des peripheren Sehens und werden auf die Leinwand, dem Vorbau und dem Laufband projiziert. Diesen muss ausgewichen werden. 


Infolge degenerativer Prozesse im Bereich der körpereigenen Linse des Auges kommt es ab dem 60. Lebensjahr häufig zum sogenannten „grauen Star“. Diese Sehbeeinträchtigung wird standardmäßig mittels intraokularer Linsenimplantation behandelt, was den häufigsten chirurgischen Eingriff überhaupt darstellt. Die bis dato verfügbaren Implantate sind jedoch auf zentrales Sehen optimiert und es kommt zu reduziertem Erkennen und Wahrnehmen im peripheren Blickfeld. Ein spanisches Unternehmen (VOPTICA) hat eine verbesserte Linse bezüglich dieser Produktproblematik entwickelt. Allerdings ist die Effektivität des verbesserten peripheren Erkennens und Wahrnehmens noch nicht bezüglich der Fortbewegung im Alltag untersucht.

Folglich soll eine Applikation im Gait Realtime Analysis Interactive Lab (kurz GRAIL) der Hochschule Campus Wien entwickelt werden, mit der beim Gehen in virtueller Umgebung das verbesserte periphere Sehen mit der neuen Linse im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung untersucht werden soll. Die Anwendbarkeit der Applikation wird zuerst an acht gesunden Personen unter Verwendung von Simulationsbrillen (Vortäuschen von Sehbeeinträchtigung) getestet. Anschließend wird von einem externen klinischen Partner (Hanusch KH) ein Ethikvotum zur Pilotstudie mit rund acht Patient*innen eingeholt. Die Rekrutierung und Zuweisung erfolgt durch den klinischen Partner. An der Hochschule Campus Wien werden die Assessments am GRAIL und die Datenprozessierung durchgeführt. Die Pilotstudie bildet die Grundlage für die Planung einer weiterührenden Effektivitätsstudie.

 

Forschungsziele

  • Applikation zur Wahrnehmung und zum Erkennen von Objekten beim Gehen in virtueller Umwelt für variable Fragestellungen liegt vor
  • Einreichung der Pilotergebnisse bei Kongress / Journal
  • Einreichung eines Förderantrags als Kooperationspartnerin
 

Kooperationspartner*innen


Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO


Projektleitung

Projektteam