Kontaktmaterialien pharmazeutischer Produkte sicher beurteilen

Projektlaufzeit: 01.08.2021 bis 31.07.2024

Mithilfe von Bioassays, standardisierten Tests zum Nachweis von Substanzen in Proben, soll eine verbesserte toxikologische Risikobewertung von Kontaktmaterialien bei pharmazeutischen Produkten in Extractables/Leachables Studien möglich werden.  

Eine pinke Flüssigkeit wird in kleine Behälter abgefüllt

Forschungsbereiche

Life Sciences, Health, and Quality of Life

Forschungszentrum

Forschungszentrum Molecular Biotechnology

Department

Applied Life Sciences

Diese Untersuchungen werden als Extractables/Leachables Studien mit Hilfe von chemischen Analysen durchgeführt. Eine weitere Verbesserung dieser toxikologischen Risikobewertung kann der Einsatz von Bioassays sein. Sie können die Reaktion eines komplexen Organismus auf einzelne Zellen (Bakterien oder humane Zelllinien) reduzieren und so Substanzgemische charakterisieren, ohne dass dabei eine Identifizierung der Einzelsubstanzen notwendig ist. Mit analytisch sensitiven Bioassays können so einzelne Substanzklassen ausgeschlossen werden und damit nicht nur die Produktsicherheit verbessert, sondern auch der Aufwand der toxikologischen Beurteilung verringert werden.

Dieses Projekt „PharmaTox - Anwendung von Bioassays in Extractables/Leachables Studien“ beschäftigt sich mit dem Endpunkt Genotoxizität (DNA-Schäden, Mutationen, Chromosomenschäden) bei dem durch seine schwerwiegenden Folgen (Tumorentstehung) besonders niedrige Grenzwerte gelten. Bisher bestehende Bioassays sind auf die Beurteilung von Reinsubstanzen optimiert und zeigen daher eine unzureichende analytische Sensitivität für komplexe Mischungen aus Extractables/Leachables Studien. Es sollen daher Assays durch genetische Modifikationen (Cell Tinkering) mithilfe von CRISPR/Cas9 und Missexpression so verbessert werden, dass sie möglichst niedrige Konzentrationen detektieren. Zusätzlich sollen bestehende 2D Zellkultursysteme in 3D übertragen werden. Basierend auf den Ergebnissen wird eine neue Teststrategie, bestehend aus chemischer Analyse kombiniert mit Bioassays entwickelt, um der Industrie Werkzeuge für eine verbesserte Risikoanalyse im Bereich Genotoxizität zu liefern und somit die Verbraucher*innen vor möglichen negativen Folgen zu schützen.

 

Forschungsziele

  • Integration von Bioassays in ein verbessertes Konzept zur Risikobewertung von Kontaktmaterialen pharmazeutischer Produkte inExtractables/LeachablesStudien
  • Etablierung neuartiger eukaryotischen Genotoxassays durch genetische Modifikationen
  • Entwicklung und Publikation von praxistauglichen Assays für die Industrie
 

Fördergeber*innen


Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO


Projektleitung