27. April 2026

Nina Sam mit Österreichischen Bautechnikpreis 2026 ausgezeichnet

 

Mit ihrer Masterarbeit „Konzeption und Herstellung eines topologieoptimierten, additiv gefertigten Betonträgers als Grundlage für einen ökobilanziellen Vergleich von Strukturvarianten“ hat Nina Sam, Absolventin des Studiengangs Bauingenieurwesen – Baumanagement der Hochschule Campus Wien und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Bauen und Gestalten, den dritten Platz beim österreichischen Bautechnikpreis 2026 der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (ÖBV) belegt.

Vier Personen stehen auf einer Bühne und halten Urkunden; im Hintergrund ist eine Präsentationsfolie mit dem 3. Platz und einem Projekttitel zu sehen, daneben ein Blumenarrangement.

Nina Sam (l.) bei der Preisverleihung

Ressourcenschonender Betonbau im Fokus

„Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie sich der Einsatz von Beton, einem der meistverwendeten, aber auch CO₂-intensivsten Baustoffe, ressourcenschonender gestalten lässt“, sagt Nina Sam. Um diese Frage zu beantworten, kombinierte sie Topologieoptimierung mit additiven Fertigungstechnologien wie dem 3D-Betondruck. „Ziel war es, Bauteile so zu entwickeln, dass Material nur dort eingesetzt wird, wo es statisch erforderlich ist“, so die Absolventin weiter.

Von der digitalen Planung zum Prototyp

Basierend auf einem Einfeldträger wurden mehrere Strukturvarianten entwickelt und analysiert. Eine davon wurde als Prototyp mittels 3D-Betondruck umgesetzt und anschließend experimentell geprüft. „Die Ergebnisse zeigen, dass durch optimierte Geometrien und gezielte Materialverteilung signifikante Einsparungen möglich sind, während gleichzeitig eine ausreichende Tragfähigkeit gewährleistet werden kann“, erklärt Nina Sam.

Nachhaltigkeit messbar gemacht

Ergänzend führte sie eine ökobilanzielle Bewertung durch, die bestätigt, dass insbesondere Materialeinsatz und -zusammensetzung maßgeblich für die Umweltwirkung sind.

Auszeichnung für eine zukunftsrelevante Arbeit

„Die Auszeichnung unterstreicht die hohe Relevanz der Arbeit für aktuelle Herausforderungen im Bauwesen und zeigt, welches Potenzial in der Verbindung von digitalen Planungsmethoden und innovativen Fertigungstechnologien für eine nachhaltigere Baupraxis liegt. Wir freuen uns sehr, dass eine unserer Studierenden mit ihrer Arbeit zu diesem wichtigen Themenfeld beigetragen hat und dafür mit dem österreichischen Bautechnikpreis ausgezeichnet wurde“, sagt Markus Vill, Leiter des Forschungszentrums Bauen und Gestalten und Professor für Betonbau an der Hochschule Campus Wien.
Zum Bautechnikpreis der Österreichischen Bautechnik Vereinigung
Der Preis wird für Master-/Diplomarbeiten, die an der Baufakultät einer österreichischen Universität bzw. einschlägigen Fachhochschule innerhalb des Zeitraums vom 1. März 2024 bis 15. Februar 2026 erstellt wurden und bei denen die Anwendung des Baustoffes Beton in Planung, Konstruktion, Berechnung und Ausführung bzw. die Themen Bauverfahren und Baubetrieb in ausgezeichneter Weise behandelt wurden, vergeben. Die ÖBV will durch die Vergabe des Preises Studierende fördern, die im Rahmen ihrer Master-/Diplomarbeit einen Beitrag zur Weiterentwicklung und zur Anwendung der Betonbauweise bzw. im Bauverfahren und Baubetrieb geleistet haben.

Die Hochschule Campus Wien gratuliert herzlich!

Forschungszentrum Bauen und Gestalten
Bauen und Gestalten