23. Oktober 2026
Wie können öffentliche Grünräume die psychische Gesundheit fördern? Dieser Frage gingen internationale Ergotherapie-Studierende im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) in Wien nach. Erstmals war die Hochschule Campus Wien Gastgeberin des internationalen Formats.

Gemeinsam arbeiteten 23 Studierende aus Portugal, Bulgarien, Schweden, Rumänien sowie Österreich in internationalen Teams an einer praxisnahen Aufgabenstellung: Sie untersuchten ausgewählte Wiener Grünräume und entwickelten ergotherapeutische Interventionen zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.
Die Studierendengruppen erkundeten unterschiedliche Orte in Wien, darunter den Schweizergarten, den Burggarten und Volksgarten, die Prater Hauptallee, den Karlsplatz sowie den Stadtpark. Vor Ort kamen sie mit Nutzer*innen der Grünflächen ins Gespräch und befragten diese zu ihren Betätigungswünschen und -bedürfnissen.
Im Zentrum stand die Frage, welche Aktivitäten Menschen in diesen Räumen ausüben möchten oder müssen und ob die jeweiligen Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Die unterschiedlichen Charakteristika der Grünräume sowie die vielfältigen Bedürfnisse ihrer Besucher*innen machten deutlich, wie stark die Nutzung öffentlicher Räume Gesundheit, Teilhabe und Wohlbefinden beeinflussen kann.
Auf Basis ihrer Beobachtungen und Gespräche entwickelten die Studierenden konkrete ergotherapeutische Interventionen, die sie zum Abschluss der Intensivwoche präsentierten. Dabei entstanden kreative Konzepte zur Förderung der psychischen Gesundheit, die den jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Standorte Rechnung tragen.
Das Blended Intensive Programme bietet den Studierenden nicht nur die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, sondern fördert auch den fachlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg. Gleichzeitig stärkt es wichtige Kompetenzen für die zukünftige berufliche Praxis, etwa in den Bereichen Teamarbeit, Gesundheitsförderung und klient*innenzentrierte Interventionen.

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