2. Juli 2026
Ein Meilenstein in der akademischen Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege: Der Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege am Department Angewandte Pflegewissenschaft der Hochschule Campus Wien überschreitet in diesem Sommer die Marke von 3.000 Absolvent*innen. Seit Einführung des Studiengangs im Jahr 2008 wurden damit mehr als 3.000 Gesundheits- und Krankenpflegepersonen für den gehobenen Dienst akademisch ausgebildet und auf verantwortungsvolle Tätigkeiten im Gesundheitswesen vorbereitet.

v.l.n.r: Stadtrat Peter Hacker, amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Lisa Steiner, interim. Leiterin Studienbereich 2 Gesundheits- und Krankenpflege, HCW, Johanna Binder, stv. Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege, HCW, Absolvent*innen Anja Aigner und Christoph Schmid, Bettina M. Madleitner, Departmentleiterin Angewandte Pflegewissenschaft, Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege, HCW, Monika Badilla, stv. Geschäftsführerin FSW, Hans Peter Köllner, stv. Studiengangsleiter Gesundheits- und Krankenpflege; Leiter Studienbereich 4 Gesundheits- und Krankenpflege und Rektor Heimo Sandtner, HCW.
Die Entwicklung steht exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel, den der Pflegeberuf in den vergangenen Jahrzehnten unter maßgeblicher Gestaltung der Hochschule Campus Wien vollzogen hat. Pflege wird heute als eigenständige Profession mit hoher fachlicher Expertise, wissenschaftlicher Fundierung und zentraler Bedeutung für ein modernes Gesundheitssystem wahrgenommen. Parallel dazu haben sich die Anforderungen an Pflegepersonen deutlich erweitert: Neben der unmittelbaren pflegerischen Begleitung von Patient*innen/Bewohner*innen/Klient*innen gewinnen Kompetenzen in klinischer Entscheidungsfindung, interprofessioneller Zusammenarbeit, Gesundheitsförderung, Digitalisierung und evidenzbasierter Praxis in komplexen Pflegesituationen kontinuierlich an Bedeutung.
Das Department Angewandte Pflegewissenschaft begleitet und gestaltet diese Entwicklung mit tragenden Kooperationspartner*innen wie dem Wiener Gesundheitsverbund und dem Fonds Soziales Wien aktiv mit. Weitere bedeutsame Kooperationspartner*innen sind die Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder und das Vinzentinum Wien. Das Department verbindet wissenschaftliche Ausbildung mit intensiver Praxisnähe und setzt auf eine enge Verzahnung von Theorie, Forschung und praktischer Anwendung. Studierende werden darauf vorbereitet, komplexe Versorgungssituationen professionell zu bewältigen und die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens mitzugestalten. „3.000 Absolventinnen und Absolventen an der Hochschule Campus Wien sind ein Meilenstein für unsere Ausbildungsoffensive ‚Pflege. Zukunft. Wien‘. Wir haben das Ausbildungsangebot frühzeitig ausgebaut und das trägt jetzt Früchte. Die ausgezeichnete Kooperation zwischen Hochschule Campus Wien, Wiener Gesundheitsverbund und Fonds Soziales Wien stellt sicher, dass wir den Bedarf an Pflegekräften auch in Zukunft decken können“, so Gesundheits- und Sozialstadtrat Peter Hacker.
„Die Ausbildung von mehr als 3.000 akademisch qualifizierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag Hochschulen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten können“, betont Doris Link, Vorsitzende der Geschäftsführung der Hochschule Campus Wien und fügt hinzu: „Die Sicherung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung beginnt bei exzellenter Ausbildung. Als Hochschule Campus Wien übernehmen wir Verantwortung, indem wir Menschen auf Berufe vorbereiten, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind.“
Die hohe gesellschaftliche Relevanz des Berufsfeldes spiegelt sich auch in der Nachfrage nach Studienplätzen wider. Aktuell kommen auf einen Studienplatz drei Bewerbungen. Die konstant hohe Zahl an Interessent*innen zeigt, dass der Pflegeberuf zunehmend als attraktives und vielseitiges Berufsfeld wahrgenommen wird.
„Die Marke von 3.000 Absolvent*innen ist für uns nicht nur eine beeindruckende Zahl, sondern Ausdruck einer langfristigen Entwicklung hin zu mehr Professionalisierung und Sichtbarkeit der Gesundheits- und Krankenpflege. Pflegeberufe haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Imagewandel erlebt. Heute entscheiden sich viele Menschen ganz bewusst für eine akademische Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, weil sie die gesellschaftliche Bedeutung, die fachliche Vielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten dieses Berufsfeldes erkennen“, betont Bettina M. Madleitner, Leiterin des Departments Angewandte Pflegewissenschaft und Leiterin des Studienprogramms Gesundheits- und Krankenpflege.
Madleitner hebt insbesondere die Rolle akademischer Bildung für die Zukunft der Gesundheitsversorgung hervor: „Die Anforderungen an Pflegepersonen steigen kontinuierlich. Umso wichtiger ist eine Ausbildung, die wissenschaftliche Kompetenz, kritisches Denken und hohe Praxisorientierung verbindet. Unsere Absolvent*innen übernehmen Verantwortung in hochkomplexen Versorgungssituationen und leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Gesundheitswesen.“ Mit dem Ausbau akademischer Pflegeausbildungen verändert sich auch das Berufsbild selbst nachhaltig. Professionelle Pflege entwickelt sich zunehmend zu einem eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Berufsfeld. Das Department Angewandte Pflegewissenschaft sieht sich in der Verantwortung, einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung einer qualitätsvollen Gesundheitsversorgung und deren Ausbildung im gehobenen Dienst zu leisten. Bettina M. Madleitner führt weiter aus: „Die konsequente Förderung der Gesundheits- und Krankenpflege durch die Stadt Wien sowie das klare Bekenntnis zur akademischen Ausbildung seit mehr als zehn Jahren sind Ausdruck einer zukunftsorientierten Gesundheitspolitik.“