29. Juni 2026
Gelebte partizipative Forschung im Projekt ListenIN: Laki Nadj verstärkt das Forschungsteam als Co-Researcher und unterstützt mit seiner wertvollen Expertise beim Empowerment von prekär wohnenden Menschen mit Krebserkrankungen.

Das von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft geförderte Forschungsprojekt ListenIN arbeitet daran, die Gesundheitsversorgung für obdach- und wohnungslose oder prekär lebende Menschen mit Krebserfahrungen zu verbessern. Dabei setzt es gezielt auf partizipative Methoden: Die aktive Einbeziehung der Betroffenen soll echte Teilhabe fördern, das Gesundheitssystem sensibilisieren und nachhaltig die Lebensqualität der Betroffenen anheben. Ein wesentlicher Baustein ist der methodische Einsatz von partizipativer Fotografie, mit der Barrieren im Gesundheitssystem sichtbar gemacht werden.
Mit Laki Nadj wird dieser Ansatz nun weiter gestärkt: Als Co-Researcher arbeitet er an der Konzeption und Durchführung von Workshops, Leitfragen- und Fragebogenentwicklung mit und ist in die Reflexionsprozesse eingebunden. Dabei sind seine Perspektive und (Lebens-)Erfahrung tragende Säulen für das Gelingen des Projekts. „Genau dieses Know-how macht Forschung relevanter, realistischer und letztlich wirkungsvoller“, so Cornelia Feichtinger, Leiterin des Projekts und des Zentrums für Pflegeforschung an der HCW.
Laki Nadj weiß, wovon er spricht: Er arbeitet als Peer-Mitarbeiter in einem Obdach der Stadt Wien, wo er als Vermittler zwischen Betroffenen und Fachkräften wirkt. Seine Stärke liegt darin, Lebensrealitäten verständlich zu machen und Vertrauen aufzubauen – eine Fähigkeit, die auch in der Forschung entscheidend ist. „Im ListenIN Projekt übernimmt er genau diese Rolle: als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch Laki Nadjs Mitarbeit geben wir einen klaren Anstoß für die echte Integration von Lebenserfahrung durch echte Partizipation in Forschungsprojekten“, ist Feichtinger überzeugt.