Von der Migration zur Berufsanerkennung: Arbeitsmarktintegration international ausgebildeter Pflegefachpersonen und Wirksamkeit von Bridging-Programmen in Österreich

Projektlaufzeit: 01.03.2026 bis 31.10.2029

Internationally Educated Nurses (IENs) leisten einen Beitrag zur pflegerischen Versorgung in Österreich und vielen anderen alternden Gesellschaften. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele von ihnen über Jahre hinweg unterhalb ihrer eigentlichen Qualifikation arbeiten – ein Phänomen, das international als Brain Waste bekannt ist. Es stellt sich somit die Frage, wie der Weg von der Migration über die Nostrifizierung bis zur qualifikationsadäquaten Berufsausübung als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson gelingen kann – und welche Rolle dabei strukturelle, institutionelle und individuelle Faktoren spielen.

Forschungsbereiche

Life Sciences, Health, and Quality of Life
Social Justice, Inclusive and Secure Societies, Governance and Economics

Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der evidenzbasierten Gestaltung und Verbesserung der Arbeitsmarktintegration international ausgebildeter Pflegefachpersonen in Österreich – entlang der gesamten Kette von der Anerkennung/Nostrifizierung bis zur qualifikationsadäquaten, langfristig gleichwertigen Berufsausübung. 

Folgende Teilbereiche werden abgedeckt:

  • Die Evaluation von Bridging-Programmen: 
    Wie erleben Teilnehmer*innen einen Lehrgang, welche didaktischen, organisatorischen und arbeitsplatzbezogenen Faktoren begünstigen den erfolgreichen Abschluss, und an welchen Stellen muss das Programm gezielt weiterentwickelt werden. Die Befunde fließen unmittelbar in die Praxis zurück, um Übergangsprogramme wirksamer und fairer zu gestalten.
  • Eine systematische Aufarbeitung der internationalen Forschung und Erhebungsliteratur zur Integration von IENs: 
    Welche Aspekte der Arbeitsmarktintegration sind gut untersucht (z. B. Zugang, Spracherwerb, Anerkennungsverfahren) und welche werden vernachlässigt, etwa die Frage nach langfristiger Outcome-Gleichstellung mit einheimischen Kolleg*innen.
  • Den Aufbau einer theoretischen und methodischen Grundlage für weitere Vorhaben, die IENs auf allen Etappen unterstützen – von der Nostrifizierung über das Bridging bis zur nachhaltigen, qualifikationsadäquaten Beschäftigung.

Übergeordnetes Ziel ist es, wirksame, skalierbare und gerechte Übergangs- und Integrationsstrategien zu entwickeln, die sowohl individuelle Karrierechancen als auch Versorgungsqualität und Personalbindung im Gesundheitssystem stärken.
Das Forschungsvorhaben ist Teil des Dissertationsprojekts von Nathalie Traugott BScN, MSc an der Wirtschaftsuniversität Wien. 


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Projektleitung