Personendetails

FH-Prof. Dr. Marc Diebäcker

Senior Lecturer

marc.diebaecker@hcw.ac.at
+43 1 606 68 77-3115

Raum: B.2.20
Favoritenstraße 226
1100 Wien

Studiengänge

Bachelor

Soziale Arbeit

Vollzeit

Bachelor

Soziale Arbeit

berufsbegleitend

Departments
Sozialwissenschaften

Publikationen

In unserer Publikationsdatenbank finden Sie die wissenschaftlichen Arbeiten und betreuten Abschlussarbeiten von FH-Prof. Dr. Marc Diebäcker an der Hochschule Campus Wien.
Alle anderen Publikationen sind im persönlichen Profil angeführt.

Lehrveranstaltungen

Wahl Theorie/Projekt: (Un-)demokratische sozial-ökologische Transformationen? Problemdiagnosen, Grundsatzfragen & Ansätze SE

Wahl Theorie/Projekt: (Un-)demokratische sozial-ökologische Transformationen? Problemdiagnosen, Grundsatzfragen & Ansätze SE | WS2026/27

Inhalt

Diese Ringvorlesung mit internationalen und nationalen Sozialwissenschaftler*innen ist eine Kooperation zwischen Hochschule Campus Wien (Soziale Arbeit), TU Wien (Raumplanung) und der Universität Wien (Soziologie).

 

Wann: Mittwochs 17:30 - 19:00 oder 17:30 bis 20:30 (je nach Termin)

Wo: Hochschule Campus Wien, TU Wien und Universität Wien (je nach Termin)

Zeitraum: zwischen 14.10.2026 und 16.12.2026

 

Sozial-ökologische Transformationen, wie die Energiewende, Bodenwende oder Mobilitätswende, demokratisch zu gestalten, ist in liberalen Demokratien weitgeteilter Konsens und alltägliche Herausforderung zugleich. Sozial-ökologische Transformation demokratisch zu gestalten heißt in der Raumplanung und Sozialen Arbeit auf (lokale) Partizipation und generelle Teilhabe zu setzen. Diese erhöht, so eine Grundannahme, die Legitimität und Akzeptanz von Entscheidungen. Zudem steigt, so eine weitere Grundannahme, die Qualität von Entscheidungen aufgrund der Integration von lokalem Wissen. In den Politik- und Transformationswissenschaften wird – auf allen Ebenen des Regierens von Transformationen – die Wichtigkeit von Kollaboration betont (Stichwort: collaborative governance), also das Einbinden unterschiedlicher Stakeholder um gemeinsam komplexe Probleme zu lösen. Aber ist “mehr Partizipation” und “mehr Kollaboration” im Kontext sozial-ökologischer Krisen und ihrer Bearbeitung immer gut?

 

Dieser Grundsatzfrage widmet sich diese Ringvorlesung. Sie macht dies, vor dem Hintergrund einer rezenten Studie zu Partizipationsangeboten in Wien (Ehs & Zandonella 2024), die zeigt, dass diese trotz des Inklusionsversprechens von enormen Repräsentationsdefiziten gekennzeichnet sind - auch im Bereich der Klimawandelmitigation und -anpassung. De facto, so der Befund, sind diese Angebote ähnlich ausschließend wie Wahlen. Vor allem das untere sozio-ökonomische Drittel nimmt nicht teil bzw. ist explizit ausgeschlossen. “Politisch wirksame Beteiligung”, so Ehs & Zandonella 2024, ist heute wieder zu einer “Klassenfrage” geworden (S. 7). Zudem zeigen Studien, dass die Konsensorientung partizipativer, aber auch kollaborativer Ansätze der zunehmenden Konflikthaftigkeit sozial-ökologischer Transformationsprozesse nicht unbedingt gewachsen ist (Bianchi 2025, Torfing et al. 2026). Grundsätzliche Konfliktlinien, die sich gerade im Kontext sozial-ökologischer Transformationen auch als Klassenkonflikte manifestieren (Eversberg et al. 2024), lassen sich durch Beteiligung und Kollaboration nicht einfach in Wohlwollen auflösen.

 

Sind also sozial-ökologische Transformationsprozesse in Städten und Gemeinden exkludierend – und zwar nicht aufgrund fehlender, sondern bestehender Partizipations- und Teilhabemöglichkeiten? Und stellen Partizipation und Kollaboration nicht nur eine demokratische Lösungsmöglichkeit für sozial-ökologische Konflikte dar, sondern wirken gegebenenfalls auch als deren Brandbeschleuniger? Wenn ja, warum? Und wie Abhilfe schaffen, um demokratische Teilhabe zu ermöglichen und sozial-ökologische Konflikte, die sich weder konsensuell noch kollaborativ lösen lassen, besser navigieren?

Diesen Fragen widmet sich diese Ringvorlesung in drei Themenblöcken. Block 1 beschäftigt sich mit dem Problem, dass und wie demokratische Teilhabe im Kontext sozial-ökologischer Transformationen als Klassenfrage wiederkehrt. Block 2 geht der Frage nach ob Partizipation und Kollaboration als Antwort auf sozial-ökologische Herausforderungen immer gut sind und welche Alternativen es gibt. Block 3 findet Antworten auf die Frage wie man demokratische Teilhabe stärken und sozial-ökologische Konflikte, die auch Klassenkonflikte sind, navigieren kann – mit und jenseits von (konsensorientierter) Partizipation und Kollaboration.

 

Co-organisator:innen: Anna Aigner & Margaret Haderer (TU Wien), Yuri Kazepov (Uni Wien) Byeongsun Ahn (Universität Wien), Hochschule Campus Wien (Marc Diebäcker)

Lehrmethode

Impulse, Diskussionen

Prüfungsmethode

Endprüfung: Seminararbeit zu Aspekten der Ringvorlesung und Sozialer Arbeit

Unterrichtssprache

Deutsch-Englisch

Wahlmodul – Modul 1 Soziale Arbeit im Sozialen Raum: Offene Jugendarbeit MODUL

BA Thesis Seminar 1 SE

BA Thesis Seminar 1 SE | WS2026/27

Inhalt

Die Studierenden reflektieren die Anforderungen an eine wissenschaftliche Abschlussarbeit hinsichtlich Recherchestrategien, Themenfokussierung und Fragestellung, vertiefen ihr Wissen über unterschiedliche Arbeitsweisen in literaturanalytischer Hinsicht und machen sich mit formalen Vorschriften vertraut. Sie üben sich in wissenschaftlicher Argumentation und Analyse von fachspezifischen Diskursfeldern, lernen Quellen zu bewerten und verstehen Kriterien der Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten.

Bei der konkreten Exposé Erstellung und Themeneingrenzung werden die Studierenden begleitet, es wird mit ihnen konkretes Quellenmaterial besprochen und zum Schreib- und Rechercheprozess beim Verfassen des Exposés Rückmeldung gegeben. Dieses Exposé präsentieren und diskutieren die Studierenden in der Lehrveranstaltung und erarbeiten dazu eine Grobstruktur und einen Zeitplan für ihre geplante BA Abschlussarbeit. Zudem bestimmen sie erste Vorannahmen in Bezug auf die zu erwartenden Ergebnisse der BA Thesis.

Lehrmethode

Lektürebezogene Gruppenarbeit und - diskussion, teilweise fernlehrgestützt

Prüfungsmethode

Endprüfung

 

Endprüfung in Form einer schriftlichen und/oder mündlichen Exposé Darstellung.

Unterrichtssprache

Deutsch

Wahl Theorie/Projekt: (Un-)demokratische sozial-ökologische Transformationen? Problemdiagnosen, Grundsatzfragen & Ansätze SE

Wahl Theorie/Projekt: (Un-)demokratische sozial-ökologische Transformationen? Problemdiagnosen, Grundsatzfragen & Ansätze SE | WS2026/27

Inhalt

Diese Ringvorlesung mit internationalen und nationalen Sozialwissenschaftler*innen ist eine Kooperation zwischen Hochschule Campus Wien (Soziale Arbeit), TU Wien (Raumplanung) und der Universität Wien (Soziologie).

 

Wann: Mittwochs 17:30 - 19:00 oder 17:30 bis 20:30 (je nach Termin)

Wo: Hochschule Campus Wien, TU Wien und Universität Wien (je nach Termin)

Zeitraum: zwischen 14.10.2026 und 16.12.2026

 

Sozial-ökologische Transformationen, wie die Energiewende, Bodenwende oder Mobilitätswende, demokratisch zu gestalten, ist in liberalen Demokratien weitgeteilter Konsens und alltägliche Herausforderung zugleich. Sozial-ökologische Transformation demokratisch zu gestalten heißt in der Raumplanung und Sozialen Arbeit auf (lokale) Partizipation und generelle Teilhabe zu setzen. Diese erhöht, so eine Grundannahme, die Legitimität und Akzeptanz von Entscheidungen. Zudem steigt, so eine weitere Grundannahme, die Qualität von Entscheidungen aufgrund der Integration von lokalem Wissen. In den Politik- und Transformationswissenschaften wird – auf allen Ebenen des Regierens von Transformationen – die Wichtigkeit von Kollaboration betont (Stichwort: collaborative governance), also das Einbinden unterschiedlicher Stakeholder um gemeinsam komplexe Probleme zu lösen. Aber ist “mehr Partizipation” und “mehr Kollaboration” im Kontext sozial-ökologischer Krisen und ihrer Bearbeitung immer gut?

 

Dieser Grundsatzfrage widmet sich diese Ringvorlesung. Sie macht dies, vor dem Hintergrund einer rezenten Studie zu Partizipationsangeboten in Wien (Ehs & Zandonella 2024), die zeigt, dass diese trotz des Inklusionsversprechens von enormen Repräsentationsdefiziten gekennzeichnet sind - auch im Bereich der Klimawandelmitigation und -anpassung. De facto, so der Befund, sind diese Angebote ähnlich ausschließend wie Wahlen. Vor allem das untere sozio-ökonomische Drittel nimmt nicht teil bzw. ist explizit ausgeschlossen. “Politisch wirksame Beteiligung”, so Ehs & Zandonella 2024, ist heute wieder zu einer “Klassenfrage” geworden (S. 7). Zudem zeigen Studien, dass die Konsensorientung partizipativer, aber auch kollaborativer Ansätze der zunehmenden Konflikthaftigkeit sozial-ökologischer Transformationsprozesse nicht unbedingt gewachsen ist (Bianchi 2025, Torfing et al. 2026). Grundsätzliche Konfliktlinien, die sich gerade im Kontext sozial-ökologischer Transformationen auch als Klassenkonflikte manifestieren (Eversberg et al. 2024), lassen sich durch Beteiligung und Kollaboration nicht einfach in Wohlwollen auflösen.

 

Sind also sozial-ökologische Transformationsprozesse in Städten und Gemeinden exkludierend – und zwar nicht aufgrund fehlender, sondern bestehender Partizipations- und Teilhabemöglichkeiten? Und stellen Partizipation und Kollaboration nicht nur eine demokratische Lösungsmöglichkeit für sozial-ökologische Konflikte dar, sondern wirken gegebenenfalls auch als deren Brandbeschleuniger? Wenn ja, warum? Und wie Abhilfe schaffen, um demokratische Teilhabe zu ermöglichen und sozial-ökologische Konflikte, die sich weder konsensuell noch kollaborativ lösen lassen, besser navigieren?

Diesen Fragen widmet sich diese Ringvorlesung in drei Themenblöcken. Block 1 beschäftigt sich mit dem Problem, dass und wie demokratische Teilhabe im Kontext sozial-ökologischer Transformationen als Klassenfrage wiederkehrt. Block 2 geht der Frage nach ob Partizipation und Kollaboration als Antwort auf sozial-ökologische Herausforderungen immer gut sind und welche Alternativen es gibt. Block 3 findet Antworten auf die Frage wie man demokratische Teilhabe stärken und sozial-ökologische Konflikte, die auch Klassenkonflikte sind, navigieren kann – mit und jenseits von (konsensorientierter) Partizipation und Kollaboration.

 

Co-organisator:innen: Anna Aigner & Margaret Haderer (TU Wien), Yuri Kazepov (Uni Wien) Byeongsun Ahn (Universität Wien), Hochschule Campus Wien (Marc Diebäcker)

Lehrmethode

Impulse, Diskussionen

Prüfungsmethode

Endprüfung: Seminararbeit zu Aspekten der Ringvorlesung und Sozialer Arbeit

Unterrichtssprache

Deutsch-Englisch

Wahlmodul – Modul 1 Soziale Arbeit im Sozialen Raum: Offene Jugendarbeit MODUL
Wahlmodul – Modul 1 Soziale Arbeit im Sozialen Raum: Stadtteilarbeit MODUL