28. Januar 2026

Wie können sich Männer gegen Gewalt engagieren?

 

Die Hochschule Campus Wien (HCW) setzt sich im Rahmen einer Kooperation mit StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt dafür ein, mehr Bewusstsein für das brisante Thema Partnergewalt zu schaffen. Aus diesem Grund wurde es unter anderem in einer offenen Lehrveranstaltung aufgegriffen.

Verschiedene Slogans mit "Männ[sch]lich werden auf den Boden gesprayt

Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, mit dem wir in den unterschiedlichsten Lebensbereichen konfrontiert sein können, sei es im privaten Umfeld, im Beruf oder in Institutionen.

Mit der offenen Lehrveranstaltung „Beschützende Männer? Zwischen Heldentum und Verantwortung“ wurden speziell Männer aller Departments und Studienrichtungen der Hochschule angesprochen, die sich gegen Gewalt engagieren möchten. In der Lehrveranstaltung wurden folgende Punkte behandelt:

  • Definitionen
  • Hintergründe und Auswirkungen von Gewalt
  • geschlechtsspezifische Aspekte: Wie und wo erleben Männer und Frauen Gewalt?
  • Methoden der Zivilcourage
  • Männlichkeitstheorien
  • sowie die Aufgaben von Männerberatungsstellen.

Beim Termin am 17.12.2025, der für alle interessierten Personen offenstand, berichteten Simon Seboth (Neustart Wien), Stefan Glaser (Männerberatung Wien), Kevin Wolf (Volkshilfe Wien, VIDO Männer*beratung) und Lynn Deppe (Volkshilfe Wien, VIDO Männer*beratung) über Gemeinsamkeiten und Herausforderungen in ihrer Arbeit mit Männern. Dabei ging es unter anderem um die verschiedenen Themen in Beratungs-Settings, mögliche Abläufe von Anti-Gewalt-Trainings und 6-stündigen Gewaltpräventionsberatungen nach einem Betretungs- und Annäherungsverbot.

Im Anschluss diskutierten die Expert*innen gemeinsam mit den Teilnehmenden und Studierenden, wie mehr Männer erreicht werden können. Wichtig ist es jedenfalls, möglichst früh anzusetzen und starre Rollen- und Männlichkeitsvorstellungen aufzubrechen.

Sozialwissenschaften
Lebensqualität