12. Juni 2026

Spring School 2026: Führung im Wandel

 

Die Spring School im Masterstudiengang Sozialwirtschaft widmete sich vom 7. bis 9. Mai 2026 internationalen wissenschaftlichen Befunden und praktischen Erkenntnissen zu Leadership im Spannungsfeld aktueller Entwicklungen.

Publikum der Spring School 2026

Führung ist im Wandel. Von partizipativen, diversitätsorientierten oder proaktiven Modellen, über Shared Leadership bis hin zu autokratischen Führungsstilen spannt sich ein breiter Bogen. Auch in der Sozialwirtschaft, die aktuell unter personeller und finanzielle Ressourcenknappheit leidet und gleichzeitig eine hohe Verantwortung gegenüber verschiedenen Stakeholdern wie Klient*innen/Kund*innen oder Auftraggeber*innen hat, befinden sich Führungsansätze in einem kontinuierlichen Wandel. Dementsprechend sind Führungskräfte gefordert, ihr eigenes Führungsverständnis fortlaufend zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Keynotes und Praxisimpulse

Den Auftakt der Spring School bestritten am Konferenztag drei internationale Expert*innen: 

  • Sinje Gehr (Deutschland), Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Kunst Hildesheim, Holzminden, Göttingen „Mad Men on the Rise – erleben wir ein Comeback der autokratischen Führung?“
  • Alyssa Venning (Australien), Fakultät für Gesundheit, Queensland University of Technology “Leading Differently: Understanding Leadership in Action”
  • Svenja Christen (Deutschland), Gründerin von The Jobsharing Hub: „Shared Leadership als Diversitätsstrategie“

Am zweiten Tag erhielten die Studierende konkrete Einblicke in vier sozialwirtschaftliche Organisationen. Expert*innen aus der Sozialwirtschaft erläuterten ihre Führungsansätze.

  • Janosch Stratemann von Jugend am Werk: Shared Leadership
  • Daniel Kaider von Habit: Selbstorganisierte Teams
  • Karina Riederund Andrea Kofler von Pro Juventute: Führungstandems
  • Kathrin Stern von Sozkom: Soziokratie

Neben den Praxisinputs gab es genügend Raum für Fragen und kritische Anmerkungen. Welche Voraussetzungen gibt es trotz Ressourcenknappheit geteilte Führung zu implementieren oder wo haben sich im Praxisalltag Grenzen des Führungsansatzes gezeigt? Besonderes Interesse seitens der Studierenden gab es am Konzept des Shared Leadership. Neben dem Wunsch selbst mit einem/einer Kolleg*in aus der Organisation die Leitungsagenden zu teilen wurden auch kritische Aspekte diskutiert: Welche Widerstände kann es innerhalb der Organisation seitens Mitarbeitenden oder auch durch Auftraggeber*innen / Geldgeber*innen geben?

Von der Theorie in die eigene Praxis 

Studierendenteams entwickelten konkrete Ansätze, wie neue Führungsansätze in sozialwirtschaftliche Organisationen übertragen werden können. Vorteile, Umsetzungsschritte und auch Nachteile wurde gemeinsam erarbeitet und die Einbeziehung von Stakeholder*innen für eine gelungene Implementierung berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden am letzten Tag der Spring School (9.5.2026) im Rahmen eines Gallery Walk präsentiert. Das Themenspektrum war breit und reichte von Shared Leadership und selbstorganisierten Teams über die Einführung aktivistischer Führungselemente bis hin zu Korrektivmaßnahmen bei autoritären Führungsstilen.  
 

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