30. November 2026
Im Rahmen der internationalen Kampagne „Orange the World“, die jährlich auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam macht und sich für deren Beendigung einsetzt, lädt die HCW zu einer Podiumsdiskussion ein.

Was verstehen wir eigentlich unter geschlechterbasierter Gewalt? Welche Formen werden noch immer unterschätzt oder gar nicht als Gewalt wahrgenommen? Und welchen Einfluss haben gesellschaftliche Machtverhältnisse, Geschlechterstereotype sowie digitale Kommunikationsräume? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie geschlechterbasierte Gewalt entsteht, welche Formen sie annehmen kann und was wir als Hochschule dagegen tun können. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten und Grenzen von Prävention, um die Frage, wie digitale Kommunikation neue Räume für geschlechterbasierte Gewalt schafft, und darum, was auch Männer konkret tun können, um gegen geschlechterbasierte Gewalt einzustehen.
Clara Bauer ist für die Teamleitung Wien und die Gesamtkoordination von SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt, einem Projekt des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), zuständig. SToP setzt da an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft. SToP zeigt auf, was jede und jeder tun kann, um häusliche Gewalt, Partnergewalt und Femizide zu verhindern. Das Gewaltpräventionsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen, insbesondere Nachbar*innen, für das Thema (häusliche) Gewalt/Partnergewalt zu sensibilisieren und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.
Romeo Bissuti ist Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut und freier Mitarbeiter der Männerberatung Wien in den Bereichen Fortbildung und Vernetzungspartner sowie Leiter des Männergesundheitszentrums MEN. Ehrenamtlich fungiert er als Obmann von White Ribbon Österreich.
Magdalena Habringer beschäftigt sich als Sozialarbeiterin und Soziologin mit gesellschaftlich produzierten Ungleichheiten. Dazu lehrt und forscht sie am Department Sozialwissenschaften der Hochschule Campus Wien. Aufgrund ihrer Praxiserfahrungen im Gewaltschutz liegt ihr Fokus in Forschung und Lehre auf der digitalen Gewalt gegen Frauen. Zuletzt war sie am Forschungsprojekt „(K)ein Raum. Cyber-Gewalt gegen Frauen in (Ex-)Beziehungen“ (2020-2023) beteiligt. Daneben bietet sie auf selbstständiger Basis Seminare zum Thema digitale Gewalt/Cyber-Gewalt für psychosoziale Beraterinnen an.
Beatrix Habusta-Paschen ist Senior Lecturer im Bachelorstudiengang Hebammen am Department Gesundheitswissenschaften der Hochschule Campus Wien sowie freiberuflich tätige Hebamme. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen intersektional-feministische Perspektiven auf die Hebammenarbeit, Prozesse des Mutter*werdens und Diskurse rund um Macht und Machtlosigkeit in der Mutter*schaft. Anlässlich des Roses Revolution Day am 25.11. setzt sie sich für die Sichtbarmachung geburtshilflicher Gewalt und deren Beendigung ein.
Sara Hassan arbeitet seit 2015 zu geschlechtsspezifischer Gewalt in Form von sexueller Belästigung, Mobbing und Machtmissbrauch. Nach jahrelanger internationaler Tätigkeit im Bereich politische Kommunikation (u.a. im EU-Parlament und der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel) hält sie Workshops und #metoo-Trainings zum 2020 erschienenen Buch „Grauzonen gibt es nicht: Muster sexueller Belästigung mit dem Red Flag System erkennen“. Mit einem Master in Interdisciplinary Studies der New York University ist Sara Hassan als Vortragende tätig, entwickelt interaktive Lernmodule und kooperiert mit Universitäten und Organisationen weltweit.
16.00 – 16.10: Begrüßung
Evelyn Süss-Stepancik (Vizerektorin für Lehre und Internationales)
Teresa Schweiger (Leiterin des Gender & Diversity Managements)
16.10 – 17.00: Podiumsdiskussion
Clara Bauer (SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt, ein Projekt des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF))
Romeo Bissuti (Männerberatung Wien/Männergesundheitszentrum MEN)
Magdalena Habringer (Department Sozialwissenschaften, HCW)
Beatrix Habusta-Paschen (Department Gesundheitswissenschaften, HCW)
Sara Hassan (Autorin, Trainerin und Vortragende)
17.00 – 17:30: Offene Diskussion
Moderation
Lilian Levai-Dalbauer (Ansprechperson für Gleichbehandlungsfragen der HCW)
Wann: 30.11.2026, 16.00 – 17.30 Uhr
Wo: the HIVE (E.E.07, Hochschule Campus Wien, Favoritenstraße 222, 1100 Wien)
Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, zuzuhören und mitzudiskutieren. Der Eintritt ist frei. Kommen Sie gerne – passend zum Motto – in Orange gekleidet. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Sollten Sie Gebärdensprach-Dolmetscher*innen, technische Unterstützung bei Hörbeeinträchtigungen oder etwas anderes für eine barrierefreie Teilnahme benötigen, kontaktieren Sie bitte so bald wie möglich an Lisa Kirchner lisa.kirchner@hcw.ac.at oder Telefon +43 1 606 68 77-6147.
Wir fertigen bei dieser Veranstaltung Fotos und Videos an. Die Aufnahmen werden zur Darstellung unserer Aktivitäten auch in Social-Media-Kanälen sowie in Printmedien veröffentlicht.