2. Oktober 2026
Lukas Berger-Maul und Katharina Meller erhalten mit hochschulübergreifendem Forschungsteam den VFWG Publication Award 2025.

Wie gut bereitet das Studium der Physiotherapie künftige Therapeut*innen auf die digitale Arbeitswelt vor? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine österreichweite Studie, an der auch Lukas Berger-Maul und Katharina Meller von der Hochschule Campus Wien beteiligt sind. Gemeinsam mit Forscher*innen der University of Applied Sciences St. Pölten und der FH JOANNEUM wurde die Studie „Digitale Kompetenzen im Bachelor-Studium der Physiotherapie – eine Mixed-Methods-Studie in Österreich“ in Hildesheim (Deutschland) mit dem VFWG Publication Award 2025 ausgezeichnet. Die Studie untersucht, welche digitalen Kompetenzen im Bachelorstudium der Physiotherapie bereits vermittelt werden und wo noch Entwicklungsbedarf besteht. Dafür kombinierte das Forschungsteam quantitative und qualitative Methoden und analysierte die Curricula österreichischer Hochschulen.
Digitale Technologien spielen auch in der Physiotherapie eine zunehmend wichtige Rolle – von digitalen Dokumentationssystemen über telemedizinische Anwendungen bis hin zu neuen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die Ausbildung. „Digitale Kompetenzen gehören heute selbstverständlich zur professionellen Arbeit in der Physiotherapie. Entscheidend ist daher, dass Studierende bereits im Studium lernen, digitale Technologien fachlich reflektiert und sinnvoll für die Patient*innenversorgung einzusetzen“, sagt Lukas Berger-Maul, Autor der Studie und Koordinator des Fachlichen Netzwerks Digitalisierung und Technologie von Physio Austria. Die Untersuchung liefert damit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der physiotherapeutischen Ausbildung. Sie zeigt, wo die bestehenden Curricula bereits gut auf die digitale Entwicklung reagieren und an welchen Stellen zusätzliche Inhalte oder Kompetenzen notwendig sind.
Entstanden ist die Studie im Fachlichen Netzwerk Digitalisierung und Technologie von Physio Austria. Forschende aus unterschiedlichen Hochschulen konnten hier ihre Expertise und Ressourcen bündeln. Für Lukas Berger-Maul und seine Co-Autorin Katharina Meller ist diese Vernetzung ein wesentlicher Erfolgsfaktor: „Die standortübergreifende Zusammenarbeit hat es uns ermöglicht, die digitale Kompetenzentwicklung in der Physiotherapie aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und eine österreichweite Bestandsaufnahme zu erstellen.“
Die Auszeichnung mit dem VFWG Publication Award unterstreicht die wissenschaftliche Relevanz der Arbeit und die Bedeutung kooperativer Forschung für die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe.
Die Studie wurde auch im International Journal of Health Professionals (IJHP) veröffentlicht.