Wissenschaftliche Begleitforschung zum amif-Projekt Netzwerk Community Leader*innen

Projektlaufzeit: 01.04.2022 bis 31.03.2024

Im Vordergrund der wissenschaftliche Begleitforschung standen Menschen mit Migrationsgeschichte mit oder ohne Fluchterfahrungen, die durch das Projekt „Netzwerk Community Leader*innen“ von der Volkshilfe interviewt wurden. Untersucht wurde, welchen Einfluss das Projekt auf Menschen hat, insbesondere in Bereichen der gesellschaftlichen Integration, des freiwilligen Engagements und der Zugehörigkeit (folgend der Maßnahme 4 des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds). Die qualitativen Interviews wurden dabei themenanalytisch ausgewertet. Als qualitatives Material standen 13 episodische bzw. narrative Interviews und acht teilnehmenden Beobachtungen zur Verfügung, die im Kontext des Projekts der Volkshilfe Wien entstanden sind.

Eine Gruppe Sitzt in Sesseln auf einer Bühne und spricht durch ein Mikrofon

Forschungsbereiche

Life Sciences, Health, and Quality of Life
Social Justice, Inclusive and Secure Societies, Governance and Economics

Forschungszentrum

Forschungszentrum Soziale Arbeit

Department

Sozialwissenschaften

Zusammenfassende Ergebnisse

NGOs wie die Volkshilfe Wien öffnen sich (im Gegensatz zu sehr formalisierten Institutionen), zeigen Interesse an den Menschen und ihren Kompetenzen, Ideen, usw. und bieten Projekte an (z.B. Tandemprojekt, Community-Leader*innen-Projekt). Ihre Arbeitsweisen sind weniger bürokratisiert und öffnen größere Freiräume für Menschen, damit sich diese – je nach Ressourcen, Fähigkeiten und Interessen – einbringen und mit anderen zusammenschließen können. Impulse von Menschen mit Migrationsgeschichten können schneller aufgenommen werden. 
Neben Herausforderungen, die sich durch die Ein- und Ausschlüsse ergeben, geht es ebenso darum, dass Menschen sich selbst entfalten und Selbstwirksamkeit erleben können. Die Volkshilfe schafft diese Möglichkeiten mit ihren Projekten und ergründet dadurch die Potentiale einer Migrationsgesellschaft.

 

Forschungsziele

  • Begleitforschung des Praxisprojekts Volkshilfe Wien Community Work
  • Wissen über Unterstützungspotenziale für Menschen mit Migrationsgeschichten
 
 

Forschungmethoden

  • Erhebungsmethode: Qualitative Interviews (episodisch/narrativ) sowie teilnehmende Beobachtung
  • Auswertungsmethode: Themenanalytische Auswertung der Interviewdaten
 
 

Forschungsergebnisse

  • Offene Strukturen: NGOs wie die Volkshilfe Wien sind weniger formalisiert und bürokratisch als andere Institutionen
  • Ressourcenorientierung: Fokus auf Interessen, Kompetenzen und Ideen der Teilnehmenden
  • Partizipation: Schaffen von Freiräumen, in denen sich Menschen je nach Fähigkeiten engagieren und vernetzen können
  • Flexibilität: Impulse von Menschen mit Migrationsgeschichte werden rasch aufgenommen und umgesetzt
  • Selbstwirksamkeit: Projekte fördern persönliche Entfaltung und das Erleben von Selbstwirksamkeit
  • Herausforderungen: Es bestehen weiterhin Ein- und Ausschlussmechanismen, die berücksichtigt werden müssen
  • Gesellschaftliches Potenzial: Projekte machen Potenziale der Migrationsgesellschaft sichtbar und nutzbar
 
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Leute sitzen zusammen an Tischen in der Sonne bei einem Nachbarschaftsfest.
Eine Gruppe Sitzt in Sesseln auf einer Bühne und spricht durch ein Mikrofon
Ein Mann spricht durch ein Mikrofon zu einer Menge und streckt den Zeigefinger gen Himmel


Fördergeber*innen


Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO


Projektleitung

Projektteam

Sophie Gaidoschik, MA

Ehemalige*r Mitarbeitende*r